Hoher Versorgungsgrad an Hausärzten vor allem in alten Bundesländern

ärztliche VersorgungBundesweit hat Starnberg in Bayern mit 145,4 Prozent den höchsten Versorgungsgrad an Hausärzten. Den niedrigsten Versorgungsgrad findet man dagegen mit 64,8 Prozent im Saalkreis in Sachsen-Anhalt. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünenfraktion hervor.

Nach Starnberg folgen Freiburg im Breisgau (Baden-Württemberg) mit 140,7 Prozent und Hagen (Nordrhein-Westfalen) mit 131,0 Prozent. Dagegen liegt die Quote im Saalkreis (heute Saalekreis, in Sachsen-Anhalt) bei lediglich 64,8 Prozent, in Dessau (Sachsen-Anhalt) bei 78,6 Prozent und in der Uckermark (Brandenburg) bei 79,2 Prozent. Die Top Ten der Planungsbereiche mit dem höchsten und dem niedrigsten Versorgungsgrad lassen einen West-Ost-Gefälle erahnen. Einen verhältnismäßig hohen Versorgungsgrad weisen Gebiete in Bayern und Nordrhein-Westfalen auf, während ein sehr geringer Grad vornehmlich in Sachsen-Anhalt besteht.

Eine Ungleichverteilung von Ärzten und Einwohnern ist nicht nur bei den Hausärzten, sondern in allen Arztgruppen, etwa Augenärzten, Gynäkologen, Kinderärzten, HNO-Ärzten, Orthopäden oder Radiologen, zu finden. Sie sei unter anderem „durch das historisch unterschiedliche Niederlassungsverhalten, das unterschiedliche Inanspruchnahmeverhalten der Versicherten“ bedingt, heißt es in dem Schreiben. Der „Sicherstellung einer flächendeckenden und bedarfsgerechten medizinischen Versorgung“ werde eine zunehmende Bedeutung zukommen. Mit dem geplanten Gesetz zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung wolle man entsprechende Voraussetzungen schaffen.

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