Krankenversicherung für Studenten: Lieber privat oder gesetzlich versichert?

(foto) Im Studium gut und günstig versichertStudenten müssen für die Dauer ihres Studiums krankenversichert sein. Dabei steht es ihnen zunächst frei, ob sie die gesetzliche oder private Krankenversicherung wählen. Ist die Wahl jedoch zu Studienbeginn einmal getroffen, bleibt diese für die gesamte Studiendauer bindend, da ein Wechsel in das jeweils andere Versicherungssystem in der Zeit nicht möglich ist. Daher sollten sich angehende Studenten vorher gut überlegen, ob sie eher in der privaten oder gesetzlichen Krankenversicherung am besten aufgehoben sind.

Nicht selten stellen gewissermaßen schon die Eltern die Weichen für die spätere Wahl der Krankenversicherung ihrer Kinder. Studenten etwa, deren Eltern privat versichert sind, landen in der Regel auch in der privaten Krankenversicherung. Wer wiederum gesetzlich familienversichert ist, wählt dann lieber eine entsprechende gesetzliche Krankenkasse. Dennoch gibt es hierbei vieles zu beachten.

Gesetzliche Krankenversicherung für Studenten

Wer durch seine Eltern in der gesetzlichen Krankenversicherung ist, kann dort getrost auch das Studium über bleiben. Denn Studenten zahlen darin so lange keine eigenen Beiträge, bis das Kindergeld wegfällt, sie also das 25. Lebensjahr erreicht haben. Bis dato ist die Familienversicherung schlicht und ergreifend die beste und günstigste Lösung. Ebenso scheint unter diesen Umständen der Wechsel in die private Krankenversicherung alles andere als sinnvoll.
Mit dem 25. Lebensjahr müssen sich Studenten sodann selbst gesetzlich versichern. Dabei spielt es rein von der Beitragshöhe keine Rolle, für welche Krankenkassen sich Studierende entscheiden. Denn der Beitragssatz für die studentische Krankenversicherung sowie zur Pflegeversicherung ist einheitlich vom Bundesministerium für Gesundheit festgelegt. Derzeit werden demnach für kinderlose Studenten ab 23 Jahren monatlich 78,50 Euro fällig. Ab dem 1.1.2015 wird der studentische Beitrag auf 78,32 Euro sinken.
Zu beachten gilt hierbei jedoch, dass der stark vergünstigte Tarif für Studenten lediglich bis zum 14. Fachsemester beziehungsweise bis zum Alter von 30 Jahren gewährt wird. Zwar kann dies noch bis zum 37. Lebensjahr verlängert werden, aber dann ist nach einem Gerichtsurteil des Bundessozialgerichts Kassel endgültig Schluss.

Private Krankenversicherung für Studenten

Angehende Studenten, die schon in der privaten Krankenversicherung sind, weil eventuell ein oder gar beide Elternteile dort versichert sind, können das ebenso weiter bleiben. Allerdings muss dann ein Antrag auf Befreiung von der Versicherungspflicht gestellt werden. In der Regel wechseln privat versicherte angehende Studenten ihr Versicherungssystem nicht, da die Beiträge aufgrund der Beihilfe recht kostengünstig sind. Jedoch lauern hier nicht unerhebliche Fallstricke. Denn wie in der gesetzlichen Krankenversicherung gilt auch hier der 25. Geburtstag als ein Stichtag, an welchem Studenten aus dem lukrativen Beihilfetarif herausfallen. Als Folge müssen sie die normale Beitragshöhe für privatversicherte Studenten berappen, welche merklich darüber liegt. Auch können sich arge Probleme nach Beendigung des Studium ergeben. Wenn dann nämlich der günstige Studententarif wegfällt, bleibt den frisch gebackenen Hochschul- oder Universitätsabsolventen keine andere Möglichkeit, als sich selbst privat zu versichern, was sie nicht selten finanziell völlig überfordert. Wer glaubt, er könne dann so einfach in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln, der irrt. Denn erst muss eine vollwertige Anstellung mit Sozialabgabepflicht vorgewiesen werden, um in die Solidargemeinschaft übernommen zu werden.

Für Studenten scheint also der Platz in der gesetzlichen Krankenversicherung die beste Wahl zu sein. Deshalb sollten auch privat versicherte junge Menschen mit ihren Eltern vor Studienbeginn erwägen, ob nicht ein Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung sinnvoll wäre. Hierbei wurde natürlich nun lediglich der finanzielle Aspekt, der wohl für Studenten eine entscheidende Rolle spielt, berücksichtigt. Denn es gibt auch noch andere Versicherungen, die für Studenten wichtig sind und die dann noch zusätzliche Kosten verursachen. Ohne Frage kann eine Entscheidung ebenso von den entsprechenden Leistungen der Versicherung abhängig gemacht werden.

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