PKV: Neue Kooperation zum Wohle des Patienten

Gesamtmedikation auf dem PrüfstandDie Privaten Krankenversicherungen Axa und Gothaer schließen Kooperationsverträge mit der Hausärztlichen Vertragsgemeinschaft (HÄVG) und dem Hausärzteverband Nordrhein e. V. Die Kooperationsgemeinschaft verspricht sich davon eine bessere hausärztliche Versorgung für die Versicherten.

Neben der Anhebung des Versorgungsniveaus haben die Kooperationspartner auch die Kosten im Blickfeld. “Wir alle wollen die medizinische Versorgung unserer Kunden verbessern und zugleich den wachsenden Ausgaben im Gesundheitswesen entgegenwirken. Die Kooperation von Axa und Gothaer mit der Hausärztlichen Vertragsgemeinschaft (HÄVG) sowie dem Hausärzteverband Nordrhein e.V. ist ein Beweis dafür, dass beides miteinander vereinbar ist“, so Thomas Michels, Vorstand der Axa Krankenversicherung.

Nebenwirkungen oder Komplikationen entgegenwirken

Die erklärten Ziele sollen durch eine Stärkung der Rolle des Hausarztes erreicht werden. Er soll gezielt Informationen über die Medikationspraxis all jener Patienten erhalten, die bei mehreren Ärzten in Behandlung sind. Gerade bei über 65-Jährigen würden laut Studien durchschnittlich zwischen drei und fünf verschreibungspflichtige Medikamente eingenommen. Mit einer breiteren Informationsbasis soll der Hausarzt in die Lage versetzt werden, die Gesamtmedikation zu optimieren „und so Nebenwirkungen oder Komplikationen entgegenwirken“, so Eberhard Mehr, Vorstandssprecher der HÄVG.

Pilotprojekt ab September 2011

Kosten könnten dadurch gespart werden, dass der Hausarzt seinen Patienten gegebenenfalls wirkungsgleiche, aber kostengünstigere Medikamente aufzeigt. Versicherte mit Selbstbehalt könnten so direkt von den Einsparungen profitieren.

Die Kooperationsverträge wurden im Juli 2011 geschlossen. Die neuen Betreuungsprinzipien sollen zunächst ab September 2011 im Rahmen eines zwölfmonatigen Pilotprojekts in der Region Nordrhein umgesetzt werden. Im Anschluss daran sollen sie auf das gesamte Bundesgebiet ausgedehnt werden, sodass der gesamte Versichertenbestand der beiden Krankenversicherungen von den Neuregelungen der Kooperation erfasst werden soll.

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