PKV spricht sich für kapitalgedeckte Pflegezusatzversicherung aus

Pflegeversicherung mit KapitaldeckungAuf der PKV-Jahrestagung 2011 sprachen sich die privaten Krankenversicherungen für eine ergänzende, kapitalgedeckte Pflegezusatzversicherung als Reaktion auf die demografische Entwicklung und deren Auswirkung auf die Pflegesituation in Zukunft aus.

Zwar zahlen Arbeitnehmer regelmäßig in die umlagefinanzierte gesetzliche Pflegeversicherung ein. Doch ob die gesetzlichen Leistungen noch ausreichen, wenn sie selber einmal zum Pflegefall werden sollten, können sie sich nicht sicher sein. Daher arbeitet das Gesundheitsministerium derzeit an einer Pflegereform. Im Koalitionsvertrag ist dazu unter anderem eine ergänzende kapitalgedeckte Pflegezusatzversicherung vorgesehen.

Zeit für Aufbau eines Kapitalstocks über Pflegezusatzversicherung

Die privaten Krankenversicherer stehen zum Aufbau einer solchen Kapitaldeckung bereit. „Angesichts der Alterung unserer Bevölkerung ist zusätzliche Vorsorge unabweisbar nötig. Noch ist es früh genug, um in die ergänzende Kapitaldeckung einzusteigen,“ erklärte der Vorsitzende des PKV-Verbands, Reinhold Schulte mit Verweis auf den Koalitionsvertrag von Union und FDP anlässlich der PKV-Jahrestagung 2011, deren Schwerpunkt auf dem Thema Pflege lag. Der Höhepunkt des demografischen Problems bei der Pflege werde etwa in den Jahren 2050 bis 2060 erreicht. Somit blieben noch gute 40 Jahre, um eine Kapitaldeckung zu „überschaubaren“ Beiträge aufzubauen.

Warnung vor „Zweckentfremdung“

Schulte plädiert allerdings dafür, dass der Kapitalstock außerhalb des staatlichen Einflusses, also auch der gesetzlichen Krankenkassen, angelegt werden sollte. Denn somit könnte der Versuchung entgangen werden, die Geldreserven für aktuelle Maßnahmen in anderen Bereichen zu verwenden. Beispiele für solche „Zweckentfremdungen“ gäbe es viele.

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