PKV: Weniger Zuzahlung für Beamte durch Ergänzungstarife

Bild PKV-Ergänzungstarife für BeamteBeamte haben es in ihrer PKV meist schwerer als viele denken, für die meisten Leistungen müssen die Versicherten im Staatsdienst zuzahlen. Anders als bei gesetzlich Versicherten, zahlt die Beihilfe etwa bei vielen nichts zu einer neuen Brille hinzu. Mit Zusatzversicherungen können Beamte ihre Eigenanteile jedoch verringern.

Ob Brille, Zahnersatz oder Alternativmedizin – Beamte müssen vielerorts für Leistungen zuzahlen, weil die Beihilfe über den Dienstherren nichts oder nur einen kleinen Teil zu ihnen beiträgt. Um solche Eigenanteile möglichst gering zu halten, können Beamte Beihilfeergänzungs- und Wahlleistungstarife abschließen. Stiftung Warentest hat einige von ihnen unter die Lupe genommen.

Wenn Beihilfe und PKV die Kosten nicht abdecken

Vielen Beamten stellt sich das Problem, dass Arztkosten durch die Beihilfe nicht ganz abgedeckt werden und auch eine zusätzliche private Krankenversicherung nicht zu 100 Prozent leistet. Dann müssen auch Staatsdiener in ihre eigenen Taschen greifen und aus eigener Tasche zuzahlen. Wenn der Eigenanteil kleiner werden soll, bieten sich Beihilfeergänzungstarife an, allerdings müssen diese beim selben Versicherer abgeschlossen werden. Für einen 35-jährigen Versicherungsnehmer variieren die Kosten für die 53 getesteten Ergänzungstarife zwischen 3 und 71 Euro. Stiftung Warentest hat sich bei seiner Untersuchung auf die Bezuschussung von Kosten für Brillen, Behandlungen beim Heilpraktiker, sowie zu Material und Laborkosten fokussiert. Die Tester stießen dabei nicht nur auf die genannten Preise, sondern auch auf Unterschiede in der Leistungsübernahme.

Wer braucht einen Ergänzungstarif?

Nicht immer ist ein Beihilfeergänzungstarif für Beamte sinnvoll, denn auch die Leistung der Beihilfe variiert von Bundesland zu Bundesland. Während es in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen noch 70 Prozent Zuschuss zu Material- und Laborkosten beim Zahnarzt gibt, sind es für Bundesbeamte nur 40 Prozent. Je nach persönlichen Bedürfnissen kann es auch sinnvoller sein, das Geld privat zur Seite zu legen, wenn Versicherte mehr Beiträge zahlen, als sie über die Jahre als Zuschuss erhalten. Empfehlenswerte Tarife, die für Zahntechnik, Behandlungen beim Heilpraktiker und Brillen aufkommen und zusätzliche Leistungen bieten, sind laut Stiftung Warentest folgende:

● ARAG: Tarif 277 (8 Euro/Monat)

● Barmenia: Tarif VE50U+VENU (20 Euro/Monat) und Tarif VEL50U+VENU (18 Euro/Monat)

● Deutscher Ring: Tarif BE (18 Euro/Monat) und Tarif BEW (15 Euro/Monat)

Wahlleistungstarif als zweite Ergänzung

In acht von 16 Bundesländern gibt es von der Beihilfe für Landes- und Kommunalbeamten keinen Zuschuss besondere Wahlleistungen im Krankenhaus, so etwa das Einzelzimmer und die Chefarztbehandlung. Wer Wert auf diese Leistungen legt, kann sich für eine extra Zusatzversicherung entscheiden, einen sogenannten Wahlleistungstarif. Dieser muss, genau wie der Beihilfeergänzungstarif, beim selben Versicherer abgeschlossen werden, bei dem auch der Grundschutz besteht. Gerade aus diesem Grund ist es wichtig eine private Krankenversicherung zu finden, die den eigenen Ansprüchen genügt und dennoch günstige Tarife bietet.

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2 Antworten zu “PKV: Weniger Zuzahlung für Beamte durch Ergänzungstarife”

  1. coupo sagt:

    Mein schönstes Mitbringsel war ein uraltes Fahrrad, das mir in Dänemark auf einem Flohmarkt begegnete. Es war wunderbar, leider hat sich dann nach ein paar Jahren doch der Rost durchgesetzt…

  2. Kai sagt:

    Am besten einfach gesund bleiben. Dann hat man die Ganzen Probleme nicht! 😉

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