Private Krankenversicherung: Wann lohnt sich der Eintritt?

Bild Private KrankenversicherungDie Versprechen der Privaten Krankenversicherer sind vollmundig: Exklusive Leistungen und gesonderte Behandlung bei Ärzten gehören dazu. Doch eine Private Krankenversicherung (PKV) lohnt sich nicht für jeden.

Wohl jeder, der schon einmal monatelang auf einen Facharzttermin warten musste, hat sie sich leise herbeigesehnt – die Private Krankenversicherung, mit der vermeintlich alles leichter wird. Terminvereinbarung? In kürzester Zeit erledigt! Einzelzimmer im Krankenhaus? Kein Problem! Doch die Zusatzleistungen der PKV haben ihren Preis, der sich nicht für jeden zu zahlen lohnt.

Wer kommt rein und wer profitiert von der PKV?

Unbedingt lohnenswert ist der Eintritt in die Private Krankenversicherung für Beamte, denn die und deren Familien kommen in den Genuss der sogenannten Beihilfe. Sie erhalten im Krankheitsfall einen finanziellen Zuschuss zur notwendigen medizinischen Versorgung und tragen nur die Restkosten selbst. Private Krankenversicherer haben sich auf diese Zielgruppe bereits eingestellt und bieten auf sie zugeschnittene Tarife an.

Angestellte sind von der Privaten Krankenversicherung dann ausgeschlossen, wenn sie weniger verdienen, als die sogenannte Jahresarbeitsentgeltgrenze es vorgibt. Diese liegt aktuell bei 56.250 Euro. Wer jährlich mehr verdient, kann theoretisch rein in die PKV, sollte sich den Wechsel in die Private Krankenversicherung jedoch gut überlegen. Lohnenswert ist der Eintritt in die Private Krankenversicherung für junge Angestellte, die gut verdienen und davon ausgehen können, dass das auch so bleibt. Im Gegensatz zur Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) steigen die Beiträge in der PKV mit dem Alter eher, denn sie werden durch das Alter, den individuellen Gesundheitszustand und den Umfang der Leistungen bestimmt. Beachten sollten interessierte Angestellte auch, dass sie bei der Privaten Krankenversicherung in Vorkasse gehen und die Abrechnungen anschließend von ihrem Versicherer einfordern müssen.

Wann wird die Private Krankenversicherung teuer?

Je älter und kränker ein Versicherungsnehmer ist, umso höher werden auch auch die Beiträge in der PKV für ihn. Für junge und gesunde Kunden wird es günstiger, bei Kinderwunsch sollte jedoch bewusst sein, dass die Private Krankenversicherung keine Familienversicherung bietet. Für Kinder werden demnach extra Beiträge in der privaten Versicherung fällig.

Teuer kann es auch werden, wenn Versicherte ihre Selbstbeteiligung zu hoch ansetzen. Maximal 500 Euro empfehlen Experten als Grenze für Angestellte, denn der Arbeitgeber beteiligt sich nur am monatlichen Versicherungsbeitrag der privaten Krankenversicherung, nicht aber am Selbstbehalt. Je nach Krankheitsfall kann der durchaus hoch ausfallen. So ist es zwar verlockend, den Tarif für die Private Krankenversicherung durch eine hohe Selbstbeteiligung zu senken, kann im Ernstfall aber zum Pferdefuß avancieren.

Die Private Krankenversicherung geschickt wählen

Wer zur Privaten Krankenversicherung wechseln will, sollte zunächst einen seriösen Vergleich der privaten Versicherer vornehmen und die empfohlenen Anbieter unter die Lupe nehmen. Junge und gesunde Kunden erhalten meist die günstigsten Tarife, tun aber gut daran, die Ersparnisse aus der PKV dafür zu nutzen, sie für Beitragssteigerungen im Alter zurückzulegen.

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