Private-Krankenversicherung-Wechsel wegen Beitragserhöhung

Banknoten im ArztkittelFür das kommende Jahr werden einige private Krankenversicherer ihre Beiträge anheben. Bevor man allerdings einen PKV-Wechsel erwägt, sollte man vergleichen.

Medienberichten zufolge müssen unter anderem Kunden der Central Krankenversicherung AG, der ARAG Krankenversicherungs-AG und der Gothaer Krankenversicherung AG mit höheren Versicherungsbeiträgen rechnen. Allerdings muss differenziert werden, dass manche Tarife eher von einer Anhebung betroffen sind als andere. So schwanken die geplanten Beitragserhöhungen im einstelligen und zweistelligen Prozentbereich.

Möglichkeiten beim PKV-Wechsel

Wer einer Beitragserhöhung entgehen will, hat verschiedene Möglichkeiten: einen Versichererwechsel, einen (anbieterintern) Tarifwechsel, Leistungskürzungen oder Anpassung des Selbstbehalts. Den Anbieter zu wechseln, kann Einsparungen bei gleichen Leistungen bedeuten. Welche private Krankenversicherung den passenden Tarif anbietet, zeigt ein PKV-Vergleich auf.

Will man aber nicht den Verlust der Alterungsrückstellung und der Beitragsrückerstattung riskieren und auf eine erneute Gesundheitsprüfung verzichten, kann auch bei demselben Anbieter ein günstigerer Tarif gesucht werden. Der alte und der potentielle neue Tarif sollten aber immer gegenübergestellt werden, damit ersichtlich wird, welche Leistungen zu welchem Preis zu haben sind.

Mit einer Selbstbeteiligung im Schadenfall kann man die Kosten für die Versicherung beeinflussen. Je höher der Selbstbehalt gewählt wird, desto geringer fällt der Versicherungsbeitrag aus. Der Kunde der privaten Krankenversicherung zahlt dann bis zur Grenze des festgelegten Selbstbehalts für die Behandlungen selbst. Kosten, die darüber hinausgehen, übernimmt der Versicherer.

Manchmal bringt es auch schon viel, Leistungen auszuschließen oder zu minimieren. So kann man auch die Unterbringung im Mehrbettzimmer akzeptieren, das Primärarztprinzip nutzen oder bei den Leistungen für Zahnersatz Einschränkungen in Kauf nehmen.

Sonderkündigungsrecht

Zwar sind wie auch in anderem Versicherungssparten bei der privaten Krankenversicherung Kündigungsfirsten einzuhalten. Doch wenn der Versicherer eine Beitragserhöhung vornimmt, können Versicherte von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Meist beträgt die Kündigungsfrist vier Wochen bzw. einen Monat. In dem Kündigungsschreiben sollte man dann aber explizit auf die Beitragserhöhung als Grund für die Kündigung hinweisen und die Post per Einschreiben an den Versicherer schicken. Dennoch sollte, bevor die Kündigung versandt wird, geprüft werden, ob und welche Vorteile ein Wechsel mit sich bringt.

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