Starke Wachstumschancen in der privaten Krankenversicherung

PKV-WachstumsaussichtenFast zwei Drittel der Entscheider in der Versicherungsbranche rechnen in den nächsten drei Jahren in der privaten Krankenversicherung (PKV) mit deutlichen Zuwächsen.

Dies liege zum größten Teil an der Anfang 2011 aufgehobenen 3-Jahres-Regelung für den Wechsel von der gesetzlichen zur privaten Krankenversicherung. Im April und Mai 2011 wurden im Auftrag von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut Top-Versicherungsentscheider der größten Versicherungsgesellschaften befragt.

Bewegung wegen Urteil zu Unisex-Tarifen

Nach den Ergebnissen des „Branchenkompasses 2011 Versicherungen“ erwarten knapp zwei Drittel der Führungskräfte verstärkten Zuwachs. Im Vergleich zur Umfrage von 2008 haben sich die Erwartungen zu Wachstumschancen um 16 Prozentpunkte verbessert.

Seit dem EuGH-Urteil vom 1. März 2011 (Rechtssache C-236/09) zur Pflicht zu geschlechtsneutralen Versicherungstarifen sind auch bei den Krankenversicherern Unisex-Tarife das große Thema. Die Experten gehen davon aus, dass sich neue Tarif-Ideen entwickeln. Spätestens ab dem 21. Dezember 2012 müssen Unisex-Tarife angeboten werden.

Mehr Kooperationen und neue Angebote

PKV-Versicherte profitieren von der zunehmenden Zahl an Kooperationen der Versicherer mit anderen Dienstleistern, zum Beispiel wird auf die Zusammenarbeit mit Banken gesetzt. Gerade im Bereich der Zusatzversicherung können die Kunden neue billigere Tarife nutzen, die etwa ausschließlich nach Schaden berechnet werden. Der günstigere Beitrag ergibt sich dann unter anderem daraus, das keine Alterungsrückstellungen bzw. Altersrückstellungen aufgebaut werden. Allerdings stehen diese dann auch nicht im Alter zur Verfügung, um die Beitragssteigerung abzufedern.

Aber auch Kunden, denen bislang wegen Unfall oder Krankheit eine private Krankenversicherung verwehrt blieb, könnten von Tarifneuerungen profitieren. So soll auch für sie Versicherungsschutz für Chefarztbehandlung oder Einbettzimmer-Unterbringung möglich sein.

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