Warum Beiträge zur PKV massiv ansteigen könnten

(foto) Beiträge zur privaten Krankenversicherung auf dem Weg nach obenDem Verbraucher bleibt aber auch nichts erspart: So ist es nicht nur der Fall, dass das anhaltende Zinstief die Renditen aus jedweder Art von Geldanlage schmälert, sondern zu allem Überfluss sorgt es nun noch dafür, dass die Beiträge zur privaten Krankenversicherung bis 2016 explodieren könnten.

Die private Krankenversicherung steht ganz schön unter Druck. So haben zahlreiche Privatversicherer zum Frühjahr 2015 bereits Erhöhungen der Beiträge angekündigt. Experten gehen jedoch davon aus, dass die Phase der Beitragserhöhungen noch lange nicht zu Ende ist, erwarten sie doch in den nächsten Monaten eine enorme Explosion der Versicherungsbeiträge.

Beitragserhöhungen 2015 noch im Rahmen

Zu Beginn des Jahres 2015 hielten sich die Steigerungen der Beiträge bei den meisten privaten Krankenversicherungen noch in überschaubaren Grenzen. Auch die noch ausstehenden Prämienerhöhungen einiger Versicherer, die für März bis Mai 2015 angekündigt wurden, werden im Durchschnitt zwischen drei und sechs Prozent ausmachen. Allerdings befürchten Experten, dass es gegen Ende 2015 sowie insbesondere in den kommenden zwei Jahren in der privaten Krankenversicherung zu Preissteigerungen im zweistelligen Prozentbereich kommen könnte.

Krankenversicherung: Probleme mit Altersrückstellung

Ein höherer Beitrag wird vor allem die vollversicherten Mitglieder treffen, da die Altersrückstellung der privaten Krankenversicherung derzeit starkes Kopfzerbrechen bereitet. Denn ein Teil der Versicherungsbeiträge legen die Versicherer am Kapitalmarkt an. Die Erträge daraus sollen gewissermaßen als Puffer für die Zukunft dienen, wenn die Versicherten aufgrund ihres Alters eventuell höhere Versicherungskosten verursachen. Doch die ständigen Zinssenkungen seitens der EZB sorgen natürlich dafür, dass der Puffer momentan um einiges langsamer wächst, als es für einen stabilen Beitrag im Alter zwingend wäre. Sollte somit der Trend auf dem Kapitalmarkt so weitergehen wie bisher, wird die private Krankenversicherung wohl die Altersrückstellung in Form von höheren Beiträgen sichern müssen.

Krankenversicherung kann Beiträge nicht einfach anheben

Allerdings sind hohe Beitragserhöhungen vom Gesetzgeber reguliert, sodass eine private Krankenversicherung den Beitrag erst erhöhen kann, wenn Gesundheitskosten um wenigstens fünf Prozent angestiegen sind. Darüber hinaus sind Steigerungen der Prämien zulässig, falls die Lebenserwartung der Versicherungsnehmer um fünf Prozentpunkte zugenommen hat. Viele Gesellschaften sehen hinsichtlich dieser starren Gesetzgebung das Problem, dass der Beitrag über einen längeren Zeitraum konstant bleibt, während er dann in einem bestimmten Jahr drastisch ansteigt. Aus diesem Grund hatten die Versicherungsgesellschaften bereits beim Gesetzgeber angemerkt, dass es doch besser sei, mit langsamen Beitragssteigerungen zu arbeiten. Dies würde eine kontinuierliche Anpassung an die aktuellen Zinssituationen zulassen und dafür sorgen, dass die Beiträge im vernünftigen Maß angehoben werden.

Auf die Leistungen der Krankenversicherung achten

Trotz der Tatsache, dass der Beitrag zur Krankenversicherung bei den einzelnen Unternehmen wohl annähernd gleich nach oben geht, gibt es deutliche Unterschiede in den entsprechenden Leistungen. Deshalb sollten Versicherte bei der Suche nach einem guten Versicherer auch unbedingt auf dessen angebotene Leistungen achten. Wer hierbei etwas Hilfe braucht, kann getrost den unverbindlichen und kostenlosen GELD.de Versicherungsvergleich für die private Krankenversicherung bemühen. Denn das „Gute“ an einer Erhöhung des Beitrags ist, dass Versicherte im Falle einer Beitragserhöhung ihre private Krankenversicherung sofort wechseln können, indem sie von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen.

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2 Antworten zu “Warum Beiträge zur PKV massiv ansteigen könnten”

  1. Freiberuflerin sagt:

    Wenn das tatsächlich so kommt und die private Krankenversicherung so massiv teurer wird, wird das für viele Versicherte auf jeden Fall problematisch. Wenn man freiberuflich ist, hat man ja auch keine andere Wahl als die private Krankenversicherung, weil die gesetzliche Krankenversicherung ja nicht in Frage kommt. Das wären also in vielen Fällen schwer tragbar.

  2. Mike Zick sagt:

    Ein sehr guter Beitrag , der sehr zu empfehlen ist. Die Preise für die private Krankenversicherung werden für einige immer teurer. Deswegen empfehle ich immer wieder einen Wechsel, um so kosten zu sparen.

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