Altersvorsorge 2012: Wie sparen die Deutschen?

private Altersvorsorge wird immer wichtigerAktuelle Umfragen belegen, dass es einen hohen Informationsbedarf zu Finanzthemen gibt. Die Deutschen legen verstärkt Wert auf eine solide Altersvorsorge, vernachlässigen jedoch nach wie vor das Thema Pflegeversicherung.

19 Prozent der Deutschen fühlen sich in Bezug auf Finanzthemen schlecht informiert, nur ein Drittel schätzt seine Finanzkenntnisse als gut oder sogar sehr gut ein. Das ergab eine Umfrage der Banc of Scotland in Zusammenarbeit mit Forsa für den Sparerkompass 2012. Demnach sind mehr Männer als Frauen der Meinung, gut informiert zu sein. Allerdings sind 47 Prozent der Frauen davon überzeugt, ein gutes Finanzgeschick zu besitzen, im Gegensatz zu 40 Prozent der Männer. Großen Wissensbedarf gibt es nicht nur bei allgemeinen Finanz- und Vorsorgethemen, sondern auch bei der individuellen Sparanlage.

Beliebte Anlagemöglichkeiten für die Altersvorsorge

Im Rahmen des Sparerkompasses 2012 wurde außerdem der Frage auf den Grund gegangen, welche Möglichkeiten der Altersvorsorge die deutschen Sparer neben der gesetzlichen Rente in Anspruch nehmen. Am beliebtesten dabei sind trotz sinkender Renditen die private Lebens- oder Rentenversicherung. An zweiter Stelle, jedoch mit weitem Abstand, folgen Immobilien als Altersvorsorge. Den dritten Platz belegen staatlich geförderte Vorsorgeprodukte wie etwa die Riester-Rente sowie die betriebliche Altersvorsorge. An vierter Stelle liegen Aktien und Fonds vor Fest- und Tagesgeld auf dem fünften Platz.

Mehr Vorsorgende, aber auch mehr Vorsorge-Verweigerer

Eine andere Untersuchung von J.P. Morgan ergab, dass das Thema Altersvorsorge einen größeren Stellenwert für die Deutschen hat. Die Vorsorgequote liegt aktuell bei 44,4 Prozent und ist im Vergleich zum Vorjahr wieder etwas gestiegen. Allerdings gaben etwa 33 Prozent der Befragten zu, gar nichts für ihre Altersvorsorge zu sparen. Viele Vorsorge-Verweigerer gaben an, dass sie entweder kein Geld zum Sparen übrig hätten oder aber der Meinung sind, über die gesetzliche Rente und eine betriebliche Altersvorsorge ausreichend abgesichert zu sein. Das zeigt, dass es bislang nicht gelungen ist, die private Altersvorsorge im Bewusstsein aller Deutschen zu etablieren.

Kaum Absicherung für den Pflegefall

Auch im Bereich der Pflegeversicherung gibt es ein großes Defizit. Laut einer Umfrage der Axa Versicherung in Zusammenarbeit mit Forsa haben sich etwa 20 Prozent der Deutschen noch nicht mit der Vorsorge für einen Pflegefall beschäftigt, bei den Unter-Dreißigjährigen sind es sogar mehr als 30 Prozent. Falls jedoch ein Pflegefall auftritt, kommen schnell monatliche Kosten von mehreren tausend Euro für die Betreuung zusammen, daher ist eine private Pflegeversicherung eine sinnvolle Ergänzung zur Altersvorsorge.

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