Pflegeversicherung: Pflegereform in die Wege geleitet

Hunderter Euronoten in der HandIm Bundeskabinett wurde heute die bereits 2010 vom damaligen Bundesumweltminister angekündigte Pflegeform beschlossen. Damit erhöht sich der Beitragssatz der gesetzlichen Pflegeversicherung um 0,1 Prozentpunkt.

Vor allem Demenzkranke sollen stärker berücksichtigt werden. An Demenz Erkrankte (Pflegestufe 0) sollen nun 120 Euro Pflegegeld erhalten. Für Pflegesachleistungen gibt es 225 Euro. Auch für Pflegebedürftige der Pflegestufe 1 und 2 können auf mehr Pflegegeld und Unterstützung für Pflegesachleistungen hoffen. Zudem will Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr Wohngemeinschaften für Demenzkranke fördern.

Höherer Pflegeversicherungsbeitrag

Finanziert soll die Neuregelung über eine Anhebung des Beitragssatzes zur Pflegeversicherung. Werden pro Sozialversicherungspflichtigen mit Kindern derzeit noch 1,95 Prozent und ohne Kind 2,2 Prozent, sollen es ab dem 1. Januar 2013 2,05 Prozent bzw. für Kinderlose 2,3 Prozent sein. Damit will man für 2013 Mehreinnahmen in Höhe von 1,14 Milliarden Euro erreichen. In den Folgejahren sollen es sogar 1,18 Milliarden Euro und 1,22 Milliarden Euro sein.

Privat für den Pflegefall vorsorgen

Wer sich nicht auf die gesetzliche Pflegeversorgung verlassen will, kann sich mit einer privaten Pflegeversicherung absichern, entweder als privat Krankenversicherter mit der Pflegepflichtversicherung oder als Kassenpatient mit einer privaten Pflegezusatzversicherung. Die Beitragsentwicklung der privaten Pflegepflichtversicherung ist sogar gegenläufig zur gesetzlichen Pflegeversicherung: 2012 sanken die Beiträge zum wiederholten Mal und sind damit zwei bis zehn Prozent günstiger als noch im Vorjahr.

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