Beitrag zur Rechtsschutz von der Steuer absetzen

Die reguläre Frist zur Abgabe der Steuerklärung 2016 endet am 31. Mai 2017. In diesem Zusammenhang kommt immer wieder die Frage auf, ob der Beitrag zur Rechtsschutzversicherung steuerlich abgesetzt werden kann. GELD.de klärt auf.

Private Rechtsschutzversicherungen sind als Sachversicherungen grundsätzlich nicht von der Steuer absetzbar. Da es sich hier nicht um Vorsorgeaufwendungen (wie z. B. bei der privaten Unfallversicherung) handelt, können die Beiträge nicht als Werbungskosten nach § 9 EStG abgesetzt werden. In diesem Fall greift automatisch die Werbungskostenpauschale in Höhe von derzeit 1.000 €.

Berufsrechtsschutz absetzbar

Die Beiträge zur Rechtsschutzversicherung können für 2016 nur von der Steuer abgesetzt werden, wenn die Ausgaben für die Versicherung direkt mit der beruflichen Tätigkeit des Steuerzahlers in Verbindung stehen. Dies betrifft vor allem die Berufsrechtsschutzversicherung, mit der sich Arbeitnehmer z. B. bei Abmahnung oder Kündigung vor kostenintensiven Streitigkeiten mit ihrem Arbeitgeber schützen können. Sollte die Berufsrechtsschutz nur ein Baustein eines Rechtsschutz-Paketes sein, so kann nur der Betrag für diesen Baustein von der Steuer abgesetzt werden. Die Aufwendungen sind entsprechend den Versicherungsunterlagen herauszurechnen.

Verkehrsrechtsschutz absetzbar

Beiträge zur Verkehrsrechtsschutzversicherung können für 2016 ebenfalls nur abgesetzt werden, wenn diese mit dem Beruf des Arbeitnehmers in Verbindung stehen. Dies betrifft z. B. Verkehrsteilnehmer wie Busfahrer, Taxifahrer oder LKW-Fahrer, die den Versicherungsbeitrag selbst bezahlen.

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