Rechtsschutz 5: Irrtümer im Reiserecht

Rechtsschutz im ReiserechtWie soll man von seinem Recht Gebrauch machen, wenn man es gar nicht kennt? Es kursieren einige Rechtsmythen, deren Aufklärung vor bösen Folgen beschützen kann. Der fünfte Teil des Geld.de-Ratgebers Rechtsschutz nimmt das Thema Reiserecht unter die Lupe. Nicht nur für den Urlaub interessant!

Taxifahrten

Ab und zu nutzt man ein Taxi. Vor allem bei der Hin- oder Rückreise in den Urlaub nimmt man so kurze Wege am Flughafen oder Bahnhof. Wer denkt, dass man immer das erste Taxi in der wartenden Schlange nehmen muss, irrt aber. Laut Gesetzgeber darf jeder Fahrgast das Taxi nehmen, welches ihm gefällt. Und nicht nur das: Der Taxifahrer als Unternehmer ist sogar zur Beförderung seines Fahrgastes verpflichtet, egal wohin die Fahrt geht. Es ist somit nach Paragraph 22 des Personenbeförderungsgesetzes nicht zulässig, wenn ein Taxifahrer die Tour aufgrund zu geringer Kilometer ablehnt. Andererseits ist es erlaubt, sich ein Taxi frei zu wählen, statt mit anderen Fahrgästen jeweils auf das vorderste der Reihe zu warten.

Neue Flugrechte seit 2005 in Kraft

Am Flughafen angekommen, soll es in den Flieger gehen. Doch was ist, wenn der Flug arg verspätet, überbucht oder sogar gänzlich gestrichen ist? Seit acht Jahren besitzen Fluggäste neue Rechte, die in solchen Fällen einen Anspruch auf Verpflegung, Unterkunft, Rückreise oder Ticketerstattung gewähren. Laut der EU-Verordnung, die dies vorsieht, sind bis zu maximal 600 Euro in bar oder unbar an Entschädigungsleistung möglich. Daher sollte man sich nicht bloß mit einem Reisegutschein begnügen müssen.

Reisepreis bei Mängeln mindern

Hat man dann sein Hotel oder die Ferienanlage erreicht, beginnt meist der Besichtigungsrundgang. Es bleibt nicht aus, dass dabei kleine Mängel festgestellt werden. Wer mit der Unterkunft, der Verpflegung oder auch dem Service unzufrieden ist, hat seine Verstimmung laut BGB jedoch unverzüglich dem Reiseleiter mitzuteilen. Ansonsten besteht kein Anspruch auf einen niedrigeren Reisepreis.

Das Rückflugticket bleibt auch ohne Hinflug gültig

2007 kam es vor dem Landesgericht Frankfurt zu einem Prozess, bei dem die Gültigkeit von Rückflugtickets hinterfragt wurde, sofern der Passagier den Hinflug nicht angetreten ist, sondern einen anderen Weg gewählt hat. Die Richter entschieden, dass das Ticket seine Gültigkeit behält, auch wenn die Airlines die somit möglichen, günstigen Überkreuzbuchungen lieber verhindert wüssten.

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