Wissenswertes zur Rechtsschutzversicherung

(foto) Mit der Rechtsschutzversicherung auf der sicheren SeiteAuch noch so geringe Streitigkeiten landen nicht selten vor Gericht, weil es immer Leute gibt, die möglichst viel Geld aus einem ihnen zugefügten Schaden ziehen möchten. Neben dem eigentlichen Schaden lassen dann vor allem Gerichts- und Anwaltskosten die kleinste Lappalie zu einem teuren Späßchen werden. Um vor solchen Eventualitäten geschützt zu sein, bietet sich eine Rechtsschutzversicherung an. Doch welche Leistungen sind von dieser zu erwarten?

Wie bei allen anderen Versicherungen auch ist die Rechtsschutzversicherung nicht für jeden einheitlich, sondern kann individuell auf den entsprechenden Versicherungsnehmer zugeschnitten werden. Dazu können Versicherungskunden verschiedene Tarife beziehungsweise Leistungsbausteine auswählen, aber welche davon sind wirklich sinnvoll?

Rechtsschutzversicherung: Der private Rechtsschutz

Der private Rechtsschutz sichert – wie der Name schon sagt – sämtliche Rechtsstreitigkeiten im Privatbereich ab. Dieser Baustein der Rechtsschutzversicherung kann sowohl einzeln als auch kombiniert mit anderen Leistungen abgeschlossen werden. Der Privatrechtsschutz hilft beispielsweise, wenn Probleme mit einem Reiseveranstalter auftreten, wenn Handwerker fehlerhafte Arbeiten abliefern oder auch wenn bei erstandenen Waren plötzlich Mängel auftreten und der Verkäufer sich weigert, diese zu beheben. Dieser Privatrechtsschutz ist somit für jeden wirklich sinnvoll.

Der Berufsrechtsschutz in der Rechtsschutzversicherung

Der berufliche Rechtsschutz wappnet Versicherungsnehmer für auftretende Konflikte mit dem Arbeitgeber. Weigert sich dieser beispielsweise, das ausstehende Gehalt nachzuzahlen oder das dem Arbeitnehmer zustehende Arbeitszeugnis auszustellen, dann greift der Berufsrechtsschutz. Dasselbe gilt für den Fall, dass ein Angestellter ohne triftigen Grund abgemahnt oder gar gekündigt wird. Doch im Arbeitsrecht kommen auch immer wieder Irrtümer auf, weshalb man sich vorher genau schlau machen sollte, ob man im Streitfalle im Recht ist. Zumeist ist die berufliche Rechtsschutzversicherung lediglich in Kombination mit dem privaten Rechtsschutz erhältlich. Unweigerlich stellt auch der Berufsrechtsschutz eine wichtige Absicherung für jeden dar.

Rechtsschutzversicherung: Der Verkehrsrechtsschutz

Mit dem Verkehrsrechtsschutz werden sämtliche Verkehrsteilnehmer im Falle einer Rechtsstreitigkeit rund um den Kfz-Verkehr abgesichert. Dieser Teil der Rechtsschutzversicherung leistet zum Beispiel im Schadensfall beim Streit über die Schuldfrage. Darüber hinaus bietet sie finanzielle Unterstützung, wenn juristisch gegen den Führerscheinentzug vorgegangen werden soll oder auch, wenn beim Autokauf Ärger mit dem Autohändler entsteht. Der Verkehrsrechtsschutz gilt zudem für alle Verkehrsteilnehmer und somit ebenso für Fußgänger, weshalb er folglich nicht nur für Autofahrer wichtig ist. Dieser Versicherungsbaustein kann einzeln abgeschlossen werden, jedoch ist auch die Kombination mit dem privaten und beruflichen Rechtsschutz möglich.

Der Wohnrechtsschutz in der Rechtsschutzversicherung

Der Wohnrechtsschutz bietet Mietern sowie Besitzern von selbstgenutzten Häusern und Wohnungen Sicherheit. Im Falle einer ungerechtfertigten Mieterhöhung, einer Streitigkeit mit den Nachbarn oder auch einer Rückforderung der hinterlegten Kaution nach dem Auszug greift der Wohnrechtsschutz. Dieser kann häufig nur zusammen mit mindestens dem privaten Rechtsschutz abgeschlossen werden. Der Baustein der Rechtsschutzversicherung stellt somit für alle Mieter eine sinnvolle Absicherung dar.

Rechtsschutzversicherung: Der Vermieterrechtsschutz

Wenn den Mietern die Möglichkeit eines Rechtsschutzes gewährt wird, muss das auch für die Vermieter gelten. Und in der Tat schützt der Vermieterrechtsschutz Vermieter sowie Immobilieneigentümer. Dieser wird dann wichtig, wenn gegen die Mieter eine Räumungsklage eingereicht oder eine ausstehende Mietzahlungen eingeklagt werden soll. Ebenso greift sie bei Streitigkeiten mit dem Mieter über beispielsweise die Nebenkostenabrechnung oder ähnliches. Natürlich lohnt sich ein solcher Rechtsschutz tatsächlich nur für Eigentümer, die ihre Immobilien vermieten möchten.

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