Fernreisen: Auslandskrankenversicherung nicht vergessen

Eine private Auslandskrankenversicherung bewahrt vor dem Ruin.Die freie Zeit zu Weihnachten und Silvester nutzen alljährlich viele Menschen, um sich eine Auszeit vom Stress zu nehmen und zu verreisen. Wer ab dem kommenden Jahreswechsel jedoch eine Fernreise unternimmt, muss vorab kontrollieren, ob sein Auslandskrankenschutz noch Bestand hat. Denn ab dem 01. Januar 2013 gibt es eine wichtige Änderung.

Gesetzlich Versicherte in Deutschland profitieren automatisch und ohne Mehrkosten von einer Reisekrankenversicherung. Diese gilt jedoch nur für solche Länder, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen vereinbart hat. Zumeist liegen diese Länder in Europa. Für Länder in Asien, Afrika, Nord- und Südafrika sowie Australien und für Neuseeland müssen Versicherte eine gesonderte Auslandskrankenversicherung abschließen. Doch für diesen Versicherungsschutz gab es bislang Ausnahmen: Einige Krankenkassen stellten ihren Versicherten diesen Schutz bislang ebenfalls kostenlos zur Verfügung. Und genau hier greift die neue Regelung, denn ab dem 01. Januar 2013 dürfen die gesetzlichen Krankenkassen diesen Service nicht mehr kostenlos für ihre Versicherten mittragen.

Krankheitsfall auf Reisen wird teuer

Angesichts der Änderung warnt der ADAC Reisende davor, ohne ausreichenden Versicherungsschutz in den Urlaub zu starten. Denn wer während der Reise erkrankt und im Urlaubsland medizinisch versorgt werden muss, kann dadurch schnell in den finanziellen Ruin getrieben werden. Eine normale Blinddarm-OP beispielsweise kostet in einem amerikanischen Krankenhaus mindestens 20.000 Euro. Doch die private Zusatzversicherung ist nicht nur für Fernreisen nötig, sondern sie macht auch Sinn, wenn nur ins nahe europäische Ausland gefahren wird. Der Grund dafür ist, dass die gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen der europäischen Krankenversicherung lediglich die Behandlungskosten einer öffentlichen Klinik im Ausland übernehmen. Rechnungen von privaten Kliniken fallen jedoch meist wesentlich höher aus. Wer sich in einer Privatklinik behandeln lässt, muss daher den Mehrbetrag selbst bezahlen, wenn er keine zusätzliche Auslandskrankenversicherung besitzt.

Umfassender Schutz für wenig Geld

Wintersportler, die ins Ausland reisen, müssen zudem beachten, dass sie im Falle eines Unfalls die Bergung und den Rücktransport nach Deutschland selbst bezahlen müssen, falls sie keine private Zusatzpolice abgeschlossen haben. Das Sozialversicherungsabkommen zwischen Deutschland und den anderen europäischen Staaten gilt nämlich nur für die Behandlung. Mit einer privaten Auslandskrankenversicherung sind jedoch auch Bergungs- und Rücktransportkosten abgedeckt. Da eine solche private Zusatzpolice für eine Familie durchschnittlich nur 20 Euro pro Jahr kostet, ist sie eine sinnvolle und kostengünstige Versicherung für alle Auslandsreisen.

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