Was tun, wenn der Urlaub storniert werden muss?

(Bild) Urlaub muss storniert werden - dann heißt es wieder auspackenDer ausgiebige Sommerurlaub ist von langer Hand geplant. Der Abreisetag rückt näher und plötzlich muss der geplante Urlaub doch noch abgesagt werden – aus welchem Grund auch immer. Neben dem Ärgernis, dass die Reise ins Wasser fällt, kommt nicht selten noch eines hinzu: richtig dicke Stornokosten. Einige Tipps können dabei helfen, die für die Stornierung anfallenden Gebühren im Rahmen zu halten.

Die meisten können wohl die Tatsache durchaus nachvollziehen, dass sich Reiseveranstalter und Hotels entsprechend finanziell für den Fall absichern müssen, dass Urlauber ihre Buchungen stornieren – ärgerlich ist es jedoch allemal. Denn im schlimmsten Fall können die Stornogebühren bis zu 85 Prozent der gesamten Reisekosten ausmachen. Doch hierbei gilt: Je früher Reisende ihren Urlaub wieder stornieren, desto geringer sind die Kosten.

Urlaub stornieren unterschiedlich teuer

Diese Daumenregel sollten Urlauber stets im Hinterkopf behalten. Wer also schon recht zeitig weiß, dass er die geplante Reise nicht antreten kann, sollte umgehend stornieren. In den Allgemeinen Reisebedingungen sind je nach Zeitpunkt der Stornierung unterschiedliche Gebühren vorgesehen. Diese machen ein Zehntel der Gesamtkosten aus, wenn der Reisende bis zu 30 Tage vor Urlaubsbeginn vom geschlossenen Vertrag zurücktritt. Wer zwischen dem 20. bis 29. sowie zwischen dem zehnten bis 19. Tag storniert, zahlt ein Viertel beziehungsweise die Hälfte der Reisekosten. Üppige 65 Prozent sind es bereits bei Stornierung zwischen dem vierten und neunten Tag. Richtig teuer wird es für Urlauber, die kurzfristig bis drei Tage vor dem Abreisetermin absagen, diese müssen 85 Prozent des Gesamtpreises zahlen.

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass es sich bei den aufgeführten Stornosätzen lediglich um Richtlinien handelt. Daher sollte vor dem Abschluss der Reise mit dem Hotelbetreiber oder Reiseveranstalter geklärt werden, welche Gebühren er im Stornierungsfall tatsächlich einfordert. Denn prinzipiell kann jedes Hotel, jede Pension und jeder Veranstalter diese individuell festlegen.

Jemand anderen in den Urlaub schicken

Überhaupt keine Stornogebühren dürfen verlangt werden, wenn das gebuchte Zimmer in gleicher Preiskategorie anderweitig vermietet wird. So können Betroffene den Urlaub auf eine Ersatzperson übertragen. Sofern diese die Teilnahmevoraussetzungen erfüllt – dazu gehören beispielsweise gültige Reisedokumente, entsprechend erforderliche Impfungen und ähnliches – steht dem nichts im Wege. Der Reiseveranstalter ist über die Übertragung binnen einer angemessenen Frist zu informieren. Für die dadurch entstehenden Mehrkosten und etwaig ausstehende Reisekosten haften der Reisende sowie die Ersatzperson solidarisch.

Reiserücktrittsversicherung für den Urlaub lohnt sich

Auch derjenige, der vor der Buchung seines Urlaubs eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen hat, kann unbesorgt reisen. Denn diese übernimmt die anfallenden Stornokosten, wenn ein Unfall oder eine unverhoffte Krankheit die lang ersehnte Reise vereiteln. Auch ein integrierter Reiseabbruch-Schutz kann dabei helfen, dass Reisende nicht auf übrigen Kosten sitzen bleiben, wenn sie den Urlaub abbrechen müssen.

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