Elterngeld, Rente & Co.: Diese Änderungen gelten ab heute

(foto) Änderungen zum 1. Juli - unter anderem mehr Geld für RentnerMit dem heutigen Tag beginnt das zweite Halbjahr 2015 und dieses bringt sogleich Änderungen mit sich. Ab dem 1. Juli 2015 gelten neue Gesetze und Vorschriften, die besonders für Rentner, Eltern sowie Sparer interessant sein dürften.

Die aktuellen Änderungen reichen vom Elterngeld, über die staatliche Rente bis hin zu einer besseren Einlagensicherung für Sparer – und hierbei handelt es sich durchweg um positive Entwicklungen für den Verbraucher. Doch wo Licht ist, gibt es für gewöhnlich auch Schatten: So muss künftig tiefer in die Tasche greifen, wer ohne gültigen Fahrausweis in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist.

Längeres Elterngeld ab 1. Juli 2015

Mit dem heutigen Stichtag tritt eine neue Regelung zum Elterngeld in Kraft. Beim sogenannten Elterngeld Plus handelt es sich um eine Variante des einkommensabhängigen Elterngelds. Mit dem flexiblen Elterngeld Plus haben Mütter und Väter die Option, einer Teilzeitbeschäftigung nachzugehen und dennoch staatliche Förderung zu erhalten.
Zwar erhalten Eltern mit dem Elterngeld Plus lediglich halb so viel Geld wie diejenigen, die das reguläre Elterngeld beziehen, allerdings ist der Unterstützungszeitraum nun doppelt so lang. Während einer frisch gebackenen Familie bislang zwölf Monate Elterngeld zusteht, sind es mit dem Elterngeld Plus ganze 24 Monate.
Arbeiten beide Elternteile zudem jeweils 25 bis 30 Stunden wöchentlich, greift ein Partnerschaftsbonus. Konkret bedeutet dies, dass noch für zusätzliche vier Monate Elterngeld an die Familie gezahlt wird, womit die Bezugsdauer auf höchstens 28 Monate ausgeweitet wird.

1. Juli 2015: Rente wird angehoben

Ab heute steigt die Rente in den alten Bundesländern um 2,1 Prozent sowie in den neuen Bundesländern um 2,5 Prozentpunkte. Wie viel Rente ein Rentner bekommt, ergibt sich aus den Entgeltpunkten, die er im Verlaufe seines Arbeitslebens gesammelt hat. Der Wert dieser Entgeltpunkte ist wiederum vom sogenannten Rentenwert abhängig. Dieser steigt nun 28,61 Euro auf 29,21 Euro (West) beziehungsweise von 26,39 Euro auf 27,05 Euro (Ost).
Doch die Erhöhung der Rente ist ein zweischneidiges Schwert. So ergibt sich für immer mehr Rentner der Nachteil, dass sie aufgrund der gestiegenen Rente wieder Steuern zahlen müssen. Nach der aktuellen Rentenerhöhung sollten Rentner ihre Steuerpflicht prüfen.

Einlagensicherung ab dem 3. Juli 2015

Nicht exakt mit dem heutigen Stichtag, dafür aber schon übermorgen tritt das neue Einlagensicherungsgesetz in Kraft. Mit diesem Gesetz sind Bankkunden im Falle von Bankpleiten besser vor finanziellen Verlusten geschützt. Das Mindestschutzniveau von bis zu 100.000 Euro je Kunde sowie je Bank soll dann in jedem der 28 EU-Länder gelten.
Darüber hinaus wurde die Auszahlungsfrist verkürzt. Geht eine Bank pleite, sollen in Zukunft die gesicherten Spareinlagen innerhalb von sieben Tagen an die Bankkunden ausgezahlt werden – statt wie bisher binnen 20 Tagen.

Schwarzfahren wird teurer

Ab dem 1. Juli 2015 kostet das Schwarzfahren im öffentlichen Personennahverkehr statt der bislang 40 satte 60 Euro. Dies ist die erste Anhebung des „erhöhten Beförderungsentgelts“ seit zwölf Jahren. Die Nahverkehrsanbieter erhoffen sich dadurch weniger Einbußen, schließlich entgehen diesen eigenen Berechnungen zufolge durch Schwarzfahrer etwa 250 Millionen Euro jährlich.

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