Rente: So bekommt man im Alter, was einem zusteht

(foto) Auch junge Menschen sollten ihre Rentenbescheide überprüfenWie wichtig die frühzeitige Altersvorsorge ist, zeigt sich in der heutigen Zeit immer stärker. Der demografische Wandel und weitere potentiell problematische Tendenzen in der Bundesrepublik lassen schon die Hoffnungen so mancher junger Menschen auf ihre Rente verpuffen. Vielleicht ist das auch der Grund, warum viele Deutsche ihrem Rentenkonto kaum Beachtung schenken. So seien einige der 42 Millionen dieser Konten in der gesetzlichen Rentenversicherung unvollständig oder fehlerhaft, wie die Welt berichtete. Dabei kann eine regelmäßige Kontrolle des Rentenkontos dafür sorgen, dass Versicherte im Alter auch die Rente erhalten, die ihnen zusteht.

Bereits in jungen Jahren bekommen Rentenversicherte regelmäßig Informationen von der Rentenversicherung zugeschickt. Doch die wenigsten prüfen die zugesendeten Rentenprognosen, sondern heften diese einfach irgendwo ab und merken folglich nicht, wenn sie lückenhaft sind. Daher rät auch Andreas Feuser, Pressereferent der Deutschen Rentenversicherung Bund, seine Rentenkontoauszüge möglichst frühzeitig zu kontrollieren und entsprechende Nachbesserungen vorzunehmen. Denn je länger Versicherte die Kontenklärung aufschieben, desto schwieriger wird es vor der Rente, da relevante Unterlagen unter Umständen schon abhanden gekommen sein könnten.

Wichtige Informationen und Unterlagen zur Rente

Die gesetzliche Rentenversicherung verschickt in Abhängigkeit vom Alter der Versicherten verschiedene Unterlagen zur Rente. So bekommen alle Rentenversicherte, die das 27. Lebensjahr vollendet haben und schon mindestens seit fünf Jahren Rentenbeiträge zahlen, eine schriftliche Aufstellung darüber, ab welchem Zeitpunkt ihnen eine Rente zusteht, wie viel sie bereits in den Rententopf eingezahlt haben sowie wie hoch die Rente voraussichtlich in Zukunft ausfallen wird. Jährlich wird diese Renteninformation versandt, wobei die Prognose keine Garantie liefert, sondern lediglich eine Orientierung gibt. Ab 54 Lebensjahren kommt Versicherten alle drei Jahre statt der Info über die Rente eine Rentenauskunft zu.
Ab einem Alter von 43 Jahren steht Rentenversicherten auch ein Versicherungsverlauf zur Verfügung, der einer Art von Kontoauszug über die individuellen Rentenansprüche gleichkommt. Dieser Verlauf kann jederzeit angefordert werden. Die hierin aufgeführten Zeiten machen später einmal die Rente aus. Nicht selten schleichen sich dabei auch Fehler ein, die dann mitunter eine geringere Rente zur Folge haben können.

Welche Zeiten sind für die Rente wichtig?

Nicht nur das Berufsleben zählt in die Berechnung der Rente mit ein, sondern genauso Schul- und Studienzeiten, da diese bei der Mindestversicherungszeit berücksichtigt werden. Somit sollte jeder Monat, in dem ein Rentenversicherter in der Schule, an der Universität beziehungsweise Hochschule oder in der Ausbildung war, im Versicherungsverlauf stehen.
Ebenso sind für die Eltern die entsprechenden Kindererziehungszeiten von großer Wichtigkeit. Seit dem 1. Juli 2014 zählen diese Zeiten für die Rente sogar mehr.

Frühzeitig den Versicherungsverlauf für die Rente nachbessern

Wer regelmäßig seinen Versicherungsverlauf überprüft, hat damit zwar etwas mehr Mühe, bekommt am Ende jedoch unter Umständen mehr Rente. Fehler im Verlauf können jederzeit nachgebessert und entsprechende zeitliche Lücken mit Zeugnissen oder anderen Dokumenten geschlossen werden. Dies ermöglicht die kostenfreie Kontenklärung bei der Rentenversicherung.
Eine Hochrechnung aus diesem Jahr 2014 hat ergeben, dass junge Menschen ohnehin schon 77.300 Euro bei der Rente einbüßen. Daher sollten sie möglichst früh zusehen, dass sie wenigstens die Rente in voller Höhe bekommen, die ihnen zusteht.

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