Rentenerhöhung: So profitieren auch Rentenneulinge richtig

Rente beantragenWer im Sommer dieses Jahres in Rente geht, der kann sogleich von der stärksten Rentenerhöhung seit vielen Jahren profitieren. Damit dann auch das Geld pünktlich auf dem Konto ist, muss zuvor noch ein ganzer Haufen an Formalitäten erledigt werden. Doch worauf ist besonders zu achten?

Im kommenden Juli ist es so weit: Um satte fünf Prozent steigen die Renten in Deutschland durchschnittlich an. Rentenneulinge, die genau zu dieser Zeit in den wohlverdienten Ruhestand gehen, können sich also doppelt freuen. Allerdings gilt auch hier: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Denn zunächst wartet noch ein großer Papierstapel darauf, bearbeitet zu werden.

Erster Schritt zur Rente: Rentenantrag stellen

Was vielleicht etwas banal klingt, ist tatsächlich der wichtigste Schritt auf dem Weg zur Rente. Denn es geht nicht nur darum, den Rentenantrag überhaupt zu stellen, sondern dies auch rechtzeitig zu erledigen. In der Regel sollte der Antrag, welcher in den Gemeindeverwaltungen oder Beratungsstellen erhältlich ist, drei Monate vor dem entsprechenden Rententermin bei der Rentenversicherung vorliegen. Sollten hingegen im Versicherungsverlauf noch Unklarheiten bestehen, empfiehlt es sich, den Antrag etwas eher bei der Rentenversicherung einzureichen. Wer es nicht pünktlich schafft, der kann den Antrag noch drei Monate rückwirkend stellen. Weitere Verzögerungen bedeuten dann jedoch finanzielle Einbußen, denn die Zahlungen beginnen nicht nur arg verspätet, sondern auch etwaige Nachzahlungen bleiben aus.

Antrag zur Rente: Welche Fallstricke lauern können

Beim Ausfüllen des Rentenantrags müssen einige Dinge beachtet werden. So kann etwa die Rentenversicherung das zu erwartende Einkommen für die übrigen drei Monate hochrechnen, indem der Durchschnittswert aus dem vergangenen Jahr errechnet wird. Der Vorteil dabei ist, dass die Höhe der Rente recht früh feststeht und folglich auch rechtzeitig gezahlt werden kann. Sollten allerdings in den Monaten vor dem Ruhestand noch Sonderzahlungen anstehen, ist diese Vorausberechnung von Nachteil. Um hierdurch finanziellen Einbußen vorzubeugen, sollten Antragssteller angeben, dass diese Hochrechnung unterbleiben soll. Dazu reicht es, ein Kreuzchen auf dem entsprechenden Antragsformular zu setzen. Zwar kann die Rentenversicherung die endgültige Höhe der Rente erst dann festlegen, wenn das Einkommen der letzten Monaten übermittelt wurde, dafür kann sich jedoch die Rente erhöhen.
Darüber hinaus empfiehlt es sich, schon im Voraus zu überprüfen, ob Rentenneulinge insbesondere jetzt durch die Rentenerhöhung 2016 steuerpflichtig werden.

Experten helfen beim komplizierten Rentenantrag

Wer sich nicht allein an das Ausfüllen des Rentenantrags traut, der kann sich bei den vorgesehenen Beratungsstellen kostenlos dabei helfen lassen. Darüber hinaus können Rentenneulinge auch einen freien Rentenberater konsultieren, wobei dieser in der Regel ein Honorar verlangt. Doch vor dem Hintergrund, dass beim Rentenantrag viele Fallstricke lauern können, ist eine genaue Beratung durchaus empfehlenswert. Unter Umständen kann diese auch herausarbeiten, wie sich eine etwaige Steuerpflicht umgehen ließe.

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