Bundesregierung plant Riester-Check

Bundesregierung plant Riester-Check für mehr Transaprenz.Die Riester-Rente kann sich für viele Sparer lohnen, doch für interessierte Sparer birgt der Riester-Vertrag auch seine Tücken. Viele Angebote für die vom Staat geförderte private Altersvorsorge sind kompliziert und intransparent. Die Bundesregierung plant daher die Einführung eines objektiven Riester-Checks.

Mehr Klarheit und Kostenübersicht

In Form eines Faktenblatts soll der Kunde in Zukunft leicht verständlich und transparent über das jeweilige Riester-Angebot informiert werden. Dadurch soll es einfacher werden, die Kosten und den Vorsorgeeffekt des Angebotes einzuschätzen. Bislang hatten die Riester-Angebote so ihre Tücken, denn Anbieter konnten beispielsweise die anfallenden Kosten der Riester-Rente auf mehrere Posten verteilen und dadurch an verschiedenen Stellen des Vertrags verstecken.

In der Summe waren diese Kosten und versteckten Provisionszahlungen so hoch, dass sie den steuerlichen Vorteil für den Riester-Kunden auffraßen. Als Konsequenz daraus sahen viele Sparer vom Abschluss eines Riester-Vertrages ab. Für die Bundesregierung ist diese Entwicklung jedoch gefährlich, denn die Bürger sollen zur privaten Altersvorsorge animiert werden, da die gesetzliche Rente bei viele zukünftigen Rentnern nicht mehr für den Lebensunterhalt reichen wird.

Modellrechnung für Riester-Produkte

Der Riester-Check auf dem Faktenblatt soll nun dabei helfen, wieder mehr Menschen zu Kunden der privaten Altersvorsorge zu machen. Das Faktenblatt soll unter anderem eine Modellrechnung enthalten, die jedem Kunden zeigt, was er vom jeweiligen Riester-Sparplan hat und ob sich die jahrelangen Einzahlungen für ihn lohnen. Wichtig für den Kunden sind in diesem Zusammenhang vor allem eine gute Verzinsung und faire Kosten für den Vertragsabschluss. Die Sparphase für die Riester-Rente läuft schließlich sehr lange, daher können schon wenige Prozentpunkte hinter dem Komma nach einigen Jahren mehrere tausend Euro weniger oder mehr bedeuten.

Ein aktueller Test der Stiftung Warentest unterstreicht die aktuelle Riester-Problematik. Von 29 getesteten Riester-Produkten konnten gerade einmal fünf überzeugen und erhielten die Note „gut“. Die Mehrzahl der untersuchten Angebote war laut den Untersuchungsergebnissen zu wenig transparent und zu teuer. Außerdem war das Procedere zu kompliziert.

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