Finanztransaktionssteuer soll Altersvorsorge und Kleinanleger verschonen

Folgen der Finanztransaktionssteuer auf die AltersvorsorgeDie geplante Finanztransaktionssteuer spaltet die Nation: Während die Befürworter die Vorteile für die Marktstabilität betonen, befürchten Gegner neben einem Wettbewerbsnachteil unter anderem hohe zusätzliche Kosten für die Altersvorsorge. Eine Studie kommt nun jedoch zum Ergebnis, dass einige Altersvorsorgeprodukte von der Steuer kaum betroffen sind.

DIW-Studie sieht geringes Risiko

Laut der Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), die von der SPD-Bundestagsfraktion in Auftrag gegeben wurde, hat die Finanztransaktionssteuer zumindest für Riester-Sparer keine gravierenden Folgen. So mache die Steuerbelastung nur einen geringen Teil der Gebühren aus, die von Anlegern an Versicherungen, Banken oder Investmentfonds gezahlt werden. Des Weiteren sind auch Banksparverträge und Wohn-Riesterverträge kaum von der neuen Steuer betroffen. Geringe Folgen solle es auch für Versicherungsverträge geben, die den Löwenanteil der privaten Altersvorsorge einnehmen. Der Grund dafür liegt in der langfristigen Investition dieser Verträge. Eine mögliche Teuerung betrifft laut Finanzexperten am wahrscheinlichsten Investmentfondsverträge und somit vor allem Spekulanten. Kleinsparer müssen die Finanztransaktionssteuer daher nicht fürchten.

Forderung nach Ausnahmeregel für Altersvorsorge

In den verschiedenen Parteien gibt es Forderungen, Altersvorsorgeprodukte generell von der Finanztransaktionssteuer auszunehmen. So sind sich die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und FDP einig, dass negative Folgen für Kleinanleger und die Altersvorsorge vermieden werden sollen und die betreffenden Finanzprodukte von der neuen Steuer ausgenommen werden müssten. Die Forscher des DIW weisen diese Überlegungen jedoch zurück, weil dadurch eine weitere Wettbewerbsverzerrung stattfinden würde. Altersvorsorgeprodukte wie etwa Riester-Verträge seien ohnehin stark subventioniert. Zudem sehen die DIW-Experten bei einer solchen Ausnahme das Risiko, dass sich die disziplinierende Wirkung, die die Steuer auf Spekulanten haben soll, verringern könnte.

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