Bald im Rennen: Die Sterbegeldversicherung

(Bild) SterbegeldversicherungDie Gebühren für einen Friedhofsplatz sind drastisch gestiegen. Im Vergleich zu 2011 sind Steigerungen um bis zu 140 Prozent festzustellen und das bloß für ein einfaches Erdwahlgrab. Neben der drohenden Altersarmut zeichnet sich somit auch ab, dass es in Zukunft verstärkt zu anonymen Beerdigungen kommen wird. Die Bestattungspflicht wird geschröpft!

Die Kosten eines einfachen Grabs für die Urne und den Platz für den Grabstein haben sich in nur 24 Monaten in vielen Kommunen verdoppelt, bis hin zu einem Aufschlag von 140 Prozent. Gräber werden offenbar unbezahlbar. Als Ausweg bleibt die anonyme Bestattung, die vielen jedoch bei dem ohnehin schwierigen Thema unangenehm ist. Somit wird die Frage von den Friedhöfen weiter an die Finanzexperten gereicht: Was kann man tun?

Die Sterbegeldversicherung

Im Versicherungsschutz ist der Sterbefall bislang durch die Sterbegeldversicherung oder auch schlicht nur das Sterbegeld oder die Sterbeversicherung geregelt. Bis 2004 gab es dafür noch das Sterbegeld der Gesetzlichen Krankenkassen über bis zu 500 Euro. Seither ging der Begriff Sterbegeld auf die Versicherungen über. Hierbei wird eine Versicherungssumme auf den Todesfall abgeschlossen. Im Vergleich zur Lebensversicherung ist dieses Sterbegeld oder eben die Sterbegeldversicherung aber eher geringer Höhe. Somit fallen bei der Sterbeversicherung auch die Raten geringer aus. Sinn und Zweck ist vor allem, die Beerdingungskosten, die für die Nachwelt entstehen, zu übernehmen. Hinterbliebene können das Sterbegeld also nutzen, um die Bestattung und Beerdigung zu finanzieren. Immerhin besteht in Deutschland eine Bestattungspflicht. Dies ist auch der Grund, weshalb die Sterbegeldversicherung selbst ohne Hinterbliebene sinnvoll ist, um eine würdevolle Beerdigung zu sichern. Angebote zur Sterbegeldversicherung sind allerdings nicht unumstritten.

Vertragsgestaltung Sterbegeld

Die Verträge der Sterbegeldversicherung verlangen Raten bis zum 65. oder 85. Lebensjahr oder aber ein Leben lang. In der Regel läuft das Sterbegeld aber nach dem 85. Lebensjahr kostenfrei weiter. Je nachdem fällt die Versicherungssumme aus, die sich aufgrund der Beiträge, als auch wegen der Überschussbeteiligung im Laufe der Zeit erhöht. Daraus folgt, dass je zeitiger die Sterbegeldversicherung abgeschlossen wird, die Beiträge geringer ausfallen. Bei einer – mit Verlaub – zu erwartenden Sterblichkeit, wird die Sterbegeldversicherung hingegen teurer. Eine Gesundheitsprüfung ist jedoch (bislang) nicht nötig. Auch hier liegt ein Unterschied zur Lebensversicherung, bei der die Gesundheitsprüfung aufgrund der höheren Versicherungssumme durchaus gängige Praxis ist. Kommt es dann zum Sterbefall, wird die Versicherungssumme ausgezahlt. Aufgrund dieser Tatsache wird die Sterbegeldversicherung auch nicht als verfügbares Vermögen angesehen, während Beiträge zur Sterbegeldversicherung aber dennoch als Mehrbedarf bei der Sozialhilfe angegeben werden können.

Kritik an der Sterbegeldversicherung

Die Versicherungssumme der Sterbegeldversicherung liegt in der Regel zwischen 2.500 bis hin zu 10.000,- Euro. Für diese vergleichsweise geringe Summe für eine so lange laufende Versicherung steht in einem schlechten Verhältnis zur Häufigkeit der Beiträge sowie zu eventuellen Zuschlägen auf die Beiträge. Daher wird oft behauptet, die Sterbegeldversicherung lohne nicht oder sei nicht empfehlenswert. Dem ist zuzustimmen, jedoch im Einzelfall kann die Sterbegeldversicherung auch sinnvoll sein. Sonst hätte sich dieses Angebot nicht über Jahre getragen. So ist eine Sterbegeldversicherung bei geringem Vermögen der Nachkommen sinnvoll, bei Bezug von Sozialhilfe oder für Selbstständige, die im Alter keine größeren Kapitalgewinne mehr verzeichnen können. Auch als Behelfsersatz für die Lebensversicherung kann eine Sterbegeldversicherung dienlich sein, um eine niedrigere Versicherungssumme zu wählen. Zudem gibt es inzwischen Anbieter wie Monuta, welche die Auszahlung der Sterbegeldversicherung bspw. bei Unfalltod verdoppeln. Solche günstigen Angebote für die Sterbegeldversicherung gehen in der Masse der Versicherungen oft unter.

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