Wie sinnvoll ist eine Sterbegeldversicherung?

(foto) Mit der Sterbegeldversicherung werden die Kinder finanziell nicht belastetObwohl der Tod einen jeden Menschen früher oder später ereilen wird, spricht man nicht gern über ihn und an ihn zu denken, fällt ebenso schwer. Doch ein Todesfall bringt für die Hinterbliebenen nicht nur eine immens psychische Belastung mit sich, sondern dazu kommt noch eine finanzielle Bürde. Aus diesem Grund kann sich eine Sterbegeldversicherung lohnen – allerdings sehen das nicht alle so.

Insbesondere Verbraucherschützer sehen die Sterbegeldversicherung als kritisch an. Jedoch gibt es auch durchaus Aspekte, die für eine solche Versicherung sprechen. GELD.de zeigt auf, was die Vor- und Nachteile einer Sterbegeldversicherung sind.

Sterbegeldversicherung deckt sämtliche Kosten ab

Im Prinzip ist eine Sterbegeldversicherung eine kleine Kapitallebensversicherung, welche im Todesfall des Versicherten leistet. Tritt dieser Fall ein, zahlt der Anbieter der Sterbegeldversicherung den im Voraus vereinbarten Betrag an die Hinterbliebenen aus. Für gewöhnlich soll die Summe zur Deckung der Beerdigungskosten verwendet werden. Schließlich sind die Kosten für die Trauerfeier und Beerdigung in den vergangenen Jahren drastisch nach oben geschossen, weshalb die Sterbegeldversicherung durchaus im Rennen ist. Denn mit einer solchen Versicherung können Senioren dafür sorgen, dass ihre Kinder nicht finanziell belastet werden. Somit kann die Sterbegeldversicherung insbesondere für ältere Menschen, die es in früheren Zeiten verpasst haben, entsprechende Rücklagen zu bilden, eine Option darstellen.

Nachteile der Sterbegeldversicherung

Für Verbraucherschützer gilt eine Sterbegeldversicherung gemeinhin als Abzocke älterer Menschen. Schließlich wäre das Geld auf dem Konto oder Sparbuch um einiges besser aufgehoben, wie es aus der Verbraucherzentrale Hamburg heißt. Denn immerhin sei das Risiko „Beerdigungskosten“ stets überschaubar sowie zu begrenzen, weshalb eine zusätzliche Versicherung dafür völlig unnötig sei. Einerseits ist dies natürlich ein triftiges Argument gegen die Sterbegeldversicherung. Allerdings ließe sich hier entgegnen, dass durch die Versicherung nicht nur die Beerdigungskosten abgedeckt werden können sondern auch Verwaltungskosten, die potentiell etwa bei der Wohnungsauflösung, der Testamentseröffnung etc. entstehen. Da können schnell einige tausend Euro fällig werden.

Nichtsdestotrotz ergibt sich – wie bei vielen anderen Versicherung auch – bei der Sterbegeldversicherung der Nachteil, dass nicht selten mehr Beiträge eingezahlt werden, als die Versicherungssumme hoch ist. Wenn beispielsweise ein 60-jähriger eine Sterbegeldversicherung abschließt, welche im Todesfall eine Gesamtsumme in Höhe von 5.000 leistet, dann muss er etwa bei der Signal Iduna einen Versicherungsbeitrag von 27,50 Euro zahlen. Die Prämien sind bis zum 85. Lebensjahr zu zahlen, da ab dann die Versicherung beitragsfrei weiterläuft. Dabei zeigt sich, dass bis zum Zeitpunkt der Beitragsfreiheit bereits 7.920 Euro an Prämien in die Sterbegeldversicherung geflossen wären. Beträgt die Versicherungssumme 5.000 Euro, macht der Versicherte also eindeutig Verlust.

Vorteile der Sterbegeldversicherung

Allerdings würde die Versicherung ebenfalls zahlen, wenn der Versicherungsnehmer sofort am Tag nach Abschluss des Vertrages stirbt. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass die Versicherer zu Beginn für einen bestimmten Zeitraum nur bei einem Unfalltod die volle Versicherungssumme leisten. Andernfalls bekommen die Angehörigen lediglich die bis dato eingezahlten Prämien zurück. Zudem ist der Selbstmord vom Schutz der Sterbegeldversicherung ausgenommen.
Ein weiterer Vorteil ist, dass die Versicherer keine Gesundheitsprüfung verlangen, womit im Prinzip jeder eine Sterbegeldversicherung abschließen kann. Allerdings gilt: Je älter der Versicherungsnehmer ist, desto höher fallen die monatlichen Beiträge aus.

Letztendlich sollte jeder anhand seiner individuellen Lebensumstände für sich selbst entscheiden, ob eine Sterbegeldversicherung sinnvoll ist oder nicht. Wer daran interessiert ist, eine solche Versicherung abzuschließen und nach einem günstigen Anbieter sucht, der kann auch den GELD.de Vergleich zur Sterbegeldversicherung zu Rate ziehen.

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5 Antworten zu “Wie sinnvoll ist eine Sterbegeldversicherung?”

  1. Alexander sagt:

    Als Vorsorge für die Bestattungskosten ist die Sterbegeldversicherung eine gute und günstige Möglichkeit.

  2. Sven sagt:

    Wie bei fast jeder Versicherung gibt es Vor- und Nachteile. Genau so könnten man sich bei jeder Versicherung über die Notwendigkeit streiten.

    Die Frage ist einfach: Wie hoch ist das Risiko und bin ich bereit, mich hiergegen abzusichern. Eine Sterbegeldversicherung kann da durchaus Sinn machen.

    Lg
    Sven

  3. GERHARD FRÖHLICH sagt:

    Hallo

    Ich denke eine Sterbegeldvericherung hat auf jeden fall eine daseins Berechtigung.
    Aber wird natürlich nur für Personen wichtig die momentan oder anders gesagt nicht immer 10.000 euro auf der Seite haben.

    Lg. Gerhard Fröhlich

  4. helga schmähling sagt:

    Ich hatte 2006 3 beerdigungen, die mich 20.000,– EUR gekostet haben, hätte auch nur eine person eine sterbegeeldversicherung gehabt, wäre ich dankbar gewesen, man weis ja nie, wann die stunde schlägt, deshalb, vorsorge treffen, auch wenn die versicherung erst einmal 3 jahre stehenmuß, bevor man die gesamte summe ausbezahlt bekommt, aber ich kann nur jedem raten, eine solche versicherung abzuschließen, es gibt doch eine gewisse sicherheit, denn nicht jeder ist finanziell so gut gestellt, daß man die horrenten beerdigungskosten einfach aus dem ärmel schütteln kann. also, besser vorsorge treffen als den finanziellen bankrott.

  5. Wolle sagt:

    Ja, lassen Sie sich nicht von irgendwelchen Anbietern über den Tisch ziehen, die beste Konditionen versprechen. Führen Sie lieber einen Sterbegeldversicherung Vergleich durch und achten dabei auch auf das Kleingedruckte.
    Und: nehmen Sie als ältere Person unbedingt eine jüngere Vertrauensperson zu den Maklergesprächen mit.

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