Alles zur Steuererklärung: Hinweise zum „Wer“ und „Wann“

(Bild) SteuererklärungDie jährliche Steuererklärung ist eines dieser lästigen Dinge, die man am liebsten sprichwörtlich verschlafen würde. Bedenkt man aber, welcher Stundenlohn durch eine Steuererklärung theoretisch möglich ist, lohnt sie sich oft, sofern sie gut gemacht ist. Im ersten Teil „Steuererklärung 2014“ verrät Geld.de, für wen und bis jeweils wann die Steuererklärung 2014 relevant ist.

Nicht jeder muss eine Steuererklärung machen

Wer muss eine Steuererklärung abgeben? Die Steuererklärung (Einkommenssteuererklärung) ist nicht für alle Bundesbürgerinnen und Bundesbürger Pflicht. Wer jedoch schon einmal auf Nachfrage des Finanzamtes eine Steuererklärung machen musste, der ist jedes Jahr wieder in der Pflicht. Ebenso verhält es sich nach einer Eheschließung: Ehepaare, die zusammen veranlagt sind und beide berufstätig, müssen die Steuererklärung machen. Auch wer neben einer Haupttätigkeit Nebeneinkünfte über 410 Euro monatlich macht, über selbiger Grenze Arbeitslosengeld, Krankengeld oder Elterngeld bezieht, ist wie auch alle Selbstständigen zur Steuererklärung verpflichtet.

Wer muss keine Steuererklärung abgeben? Unnötig ist die Steuererklärung, wenn Alleinstehende nur Einkünfte aus einer unselbstständigen Arbeit beziehen. Die Höhe der Einkünfte ist dabei egal; sie werden vom Arbeitgeber automatisch an das Finanzamt übermittelt. Auch wer Einkünfte von unter 8.004 Euro jährlich hat, ist nicht zur Steuererklärung verpflichtet, so lange nicht mehrere Tätigkeiten betrieben werden.

Wer sollte eine Steuererklärung abgeben? Insbesondere denjenigen, die keine Steuererklärung aufgrund zu geringer Einkünfte abgeben müssen, ist eine freiwillige Steuererklärung empfohlen. Eine Rückzahlung ist in diesen Fällen nämlich oft möglich. Die durchschnittliche Rückerstattung liegt bei 800,- Euro. Diese entstehen durch die Angabe von Fahrtkosten zur Arbeit, haushaltsnahe Dienstleistung, Renovierung, notwendige Anschaffungen, Arbeitsmaterialien sowie Reparaturen am Haus.

Unterschiedliche Fristen zur Steuererklärung

Bis wann muss ich die Steuererklärung abgeben? Die allgemeine Frist zur Abgabe der Steuererklärung 2013 ist der 31. Mai 2014. Lässt man seine Steuererklärung jedoch von einem Steuerberater erstellen, so gewährt das Finanzamt eine Fristverlängerung bis zum 31. Dezember. Dies hängt mit dem Arbeitsvolumen eines Steuerberaters zusammen. Für Landwirte besteht eine generell andere Frist aufgrund der Geschäftszeiträume. Sie haben bis zum 30. September Zeit, ihre Steuererklärung für 2013 zu machen. Die längste Frist überhaupt haben diejenigen, die eine freiwillige Steuererklärung machen. Nach § 169 Absatz 2 Nr. 2 AO muss die freiwillige Steuererklärung in einer Frist von vier Jahren erfolgen. Somit könnten selbst länger zurückliegende Jahre noch geltend gemacht werden.

Was, wenn man die Frist nicht einhalten konnte? Wer die Steuererklärung nicht termingerecht einreichen kann, der sollte schon vor Fristablauf zum Finanzamt und dort seine Bitte auf eine Fristverlängerung äußern. Die Behörde gewährt diese in der Regel schon aus eigenem Interesse. Wird die Frist nicht verlängert, verschickt das Finanzamt etwa nach einem Monat die ersten Mahnungen, welche nochmals eine Frist von sechs Wochen einräumen. Sollte der Mahnung nicht nachgegangen werden, drohen teure Strafen und das Finanzamt wird die Steuer schlichtweg selbst schätzen. Um in solchen Fällen noch schnell zu reagieren, lohnt sich auch das sogenannte Elster-Portal des Finanzamtes, auf welchem Vordrucke der Steuererklärung als Download erhältlich sind. Diese können auch wieder per Mail verschickt werden, sodass dann zumindest die Steuererklärung zeitnah vorliegt. Eine schriftliche Version samt der Belege ist aber dennoch nachzureichen.

Im zweiten Teil von „Alles zur Steuererklärung“ geht es um die elektronische Steuererklärung per Elster. Tipps zur Steuererklärung behandelt der dritte Teil.

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