Durch Spenden Steuern sparen?

(foto) Spenden zur WeihnachtszeitInsbesondere zur Weihnachtszeit zeigen die Deutschen eine große Spendenbereitschaft. So wird für das Jahr 2014 in der Bundesrepublik ein neuer Rekord an Spenden erwartet. Umso schöner ist es doch, wenn sich die gute Tat auch noch steuerlich auszahlt. Spenden lassen sich nämlich als Sonderausgaben von der Steuer absetzen.

An Weihnachten spenden viele besonders gern, da diese besinnliche Zeit auch immer vor Augen führt, dass es Menschen auf dieser Welt gibt, die kaum etwas oder gar nichts zum Leben haben. So bitten zahlreiche gemeinnützige Organisationen sowie Hilfswerke unter anderem auch der Kirchen um eine Spende zur Weihnachtszeit. Eine solch gute Tat in Form einer Spende hat sogar noch einen Nebeneffekt: Mit Spenden lassen sich Steuern sparen.

Spenden von der Steuer absetzen

Zuwendungen für mildtätige, gemeinnützige sowie kirchliche Zwecke können bei der Einkommensermittlung als Sonderausgaben angerechnet werden. Dies ist jedoch nicht unbegrenzt möglich, so dürfen Spenden maximal bis zu 20 Prozent des Gesamtbetrags der Jahreseinkünfte ausmachen. Sollten jedoch die Spenden in einem Jahr diese Grenze übersteigen, können sie immerhin noch in den darauffolgenden Jahren entsprechend geltend gemacht werden.
Die Voraussetzung für den Abzug einer Spende ist der Spendennachweis. Dieser wird von den meisten Organisationen in Form einer Zuwendungsbestätigung automatisch an den Steuerpflichtigen gesendet. Problematisch wird es bei Kollekten in Gottesdiensten oder auch bei Spenden bei Straßensammlungen, denn hier kann der Nachweis kaum erbracht werden. Daher sind solche Zuwendungen schwerlich von der Steuer absetzbar.

Vereinfachtes Verfahren für Spenden bis 200 Euro

Etwas unkomplizierter ist es, wenn eine Spende die Höhe von 200 Euro nicht übersteigt. Dann genügt als Nachweis ein Kontoauszug oder Bareinzahlungsbeleg. Darüber hinaus muss jedoch ein Beleg des Empfängers der Spende der Steuererklärung beigefügt sein. Wer eine direkt über die Homepage der Spendenorganisation eine Spende tätigt, der braucht in der Regel lediglich einen Ausdruck, aus welchem der steuerbegünstigte Zweck ersichtlich wird.
Ein solch vereinfachtes Verfahren gilt ebenfalls für Spenden in Katastrophenfällen, wobei die Höhe der Spende unerheblich ist. Allerdings muss hierbei beachtet werden, wann die Spende wo eingezahlt wird – nämlich innerhalb eines bestimmten Zeitraums, welchen die Finanzverwaltung festlegt, sowie auf ein extra für diesen Zweck eingerichtetes Spendenkonto der Hilfsorganisation.

Vorsicht bei Spenden ins Ausland

Wer ins Ausland spenden möchte, sollte sich der Tatsache bewusst sein, dass das Finanzamt hierfür besondere Spendennachweise verlangen kann. Da ausländische Bescheinigungen über Spenden oftmals nicht den Anforderungen im Inland entsprechen, kann eine solche Steuerersparnis entsprechend aufwändig sein. Wahrscheinlich ist es eh besser, die Spende einer inländischen Hilfsorganisation zukommen zu lassen, weil man da in der Regel nachvollziehen und wissen kann, wohin das Geld fließt. Bei Spenden ins Ausland gestaltet sich das unter Umständen schwieriger.

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