Zum Jahresende: Steuertipps für 2016

Bild SteuererklärungNoch bis zum 31. Dezember haben Verbraucher die Möglichkeit, freiwillig eine Steuererklärung für das Jahr 2015 abzugeben. Theoretisch ist es sogar möglich, auch noch die Jahre 2012 bis 2014 abzudecken. Auch wer schon an das nächste Jahr denkt, sollte einige Steuertipps beherzigen.

Jeder Arbeitnehmer erhält durchschnittlich rund 900 Euro vom Finanzamt zurück, was die Mühe einer Steuererklärung durchaus wert sein sollte. Für alle, die die Einkommenssteuer freiwillig machen, ergibt sich der Vorteil, dass sie diese zurückziehen können, wenn sich aus ihr doch eine Nachzahlung an das Finanzamt ergeben sollte. Auch jene Steuerzahler, die bereits an das Jahr 2017 denken, können sich überlegen, ob sie im Dezember noch größere Anschaffungen tätigen wollen, um etwa die Werbekostenpauschale von 1.000 Euro zu überschreiten und damit noch den zusätzlichen Steuerabzug zu erwirken. Ebenso sollte man daran denken, rechtzeitig Freistellungsaufträge bei der Bank einzureichen. Hier kommen weitere Steuertipps, die Sie zum Jahresende beherzigen sollten.

Um sich Steuern zurückzuholen, die zu viel entrichtet worden, sind Belege und Rechnungen das A und O. So etwa für Reise- und Fahrtkosten und haushaltsnahe Dienstleistungen. Auch für Renovierungen und bestimmte Nebenkosten gibt es Geld zurück. Ebenfalls können Krankenversicherungsbeiträge sowie Krankheitskosten und geleistete Riester-Beiträge die Steuerlast senken. Denn wer Geld ausgibt, kann auch kräftig sparen. So etwa bei den…

… Werbungskosten.

1.000 Euro Werbekostenpauschale werden jedem Arbeitnehmer vom Staat zugebilligt. Waren größere Ausgaben für Beruf und Karriere notwendig, wird ein Teil der Mehrkosten vom Staat zurückgezahlt – jedoch nur, wenn eine Steuererklärung vorliegt. Wer etwa einen weiteren Weg zur Arbeit und damit auch in Sachen Entfernungspauschale schon viel Geld ausgegeben hat, kann mit einer weiteren gezielten Ausgabe die 1.000 Euro leicht knacken und kräftig Steuern sparen. Doch nicht nur Jobkosten machen in der Steuererklärung Sinn. Sparen lässt sich auch bei Handwerkerkosten und für…

… haushaltsnahe Dienstleistungen.

Ob die Renovierung von Badezimmer oder Küche oder die Beschäftigung von Gärtner und Putzfrau. Sind haushaltsnahe Dienstleistungen mit Rechnung und Überweisung belegt, können sie mit bis zu 20 Prozent von der Steuer abgezogen werden – bei Handwerkern bis zu einer Höhe von 1.200 Euro, bei haushaltsnahen Dienstleistung bis zu 4.000 Euro. Auch Mieter können Kosten für die Wartung von Hausanlagen, für den Hausmeister oder den Schornsteinfeger steuerlich geltend machen. Neben Kosten, die in der Vergangenheit liegen, kann auch der Blick in die Zukunft bares Geld bringen. Im Vorteil hat, wer über sie verfügt, die…

… geförderte Altersvorsorge.

Wer einen Riester-Vertrag sein eigen nennt, kann neben der staatlichen Förderung von 154 Euro pro Jahr und 300 Euro Kind und Jahr auch bei der Steuer sparen. Bis zu 2.100 Euro gibt es an Zulagen und Sonderausgaben, wobei das Finanzamt ausrechnet, was steuerlich günstiger ist. Bis 31.12. können auch noch jene Menschen riestern, die bisher keinen vertrag hatten, wobei dann aber die entsprechende Summe in einen neuen Riester-Vertrag einzuzahlen ist. Auch die betriebliche Altersvorsorge bringt Steuervorteile: Bis zu 4.776 Euro sind hier drin. Für Selbständige, die keine Rücklagen für dieses Jahr mehr brauchen, ist es zudem möglich, für 2016 noch 22.766 Euro aufs Ruhestandskonto zu übertragen. Alle, die im Privaten Steuern sparen wollen, können bis Jahresende auch einfach noch…

… heiraten.

Für das zurückliegende Jahr kann mit einer Heirat bis Silvester noch kräftig Geld gespart werden. Vor allem Paare mit unterschiedlichem Einkommen haben durch das Ehegattensplitting Vorteile. Auch wer sich als Ehepaar trennen will, macht das am besten erst nach dem 2. Januar. Dann nämlich gilt noch der günstige Splittingtarif für das gesamte Jahr 2017.

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