Rentner mit Nebenjob: Das müssen Senioren beachten

Bild Rentner mit NebenjobNicht jeder Rentner kann sich wirklich zurücklehnen und sein Altenteil genießen. Für viele heißt es auch mit 65 und mehr Jahren morgens: raus aus den Federn und ab zur Arbeit! Sei es aus finanzieller Not, oder weil die persönliche Auslastung fehlt.

Doch einfach so Geld dazuverdienen, ist nicht ratsam. Wer durch den Nebenjob zu viel einnimmt, muss mit Rentenkürzungen rechnen. Im hohen Alter sollte man daher nicht nur die Art der Beschäftigung sorgfältig auswählen, sondern auch durchrechnen, ob diese sich wirklich lohnt.

Immer mehr Senioren mit Zuverdienst

Es ist zwar nicht immer eine kleine Rente, die Senioren dazu bewegt, sich einen Zuverdienst zu suchen. Jedoch ist die Zahl der Senioren mit geringfügiger Beschäftigung seit 2005 um ein Drittel auf die Zahl von 943.000 gestiegen. Besonders Menschen über 75 arbeiten immer häufiger. In den letzten zehn Jahren hat sich ihre Zahl verdoppelt und liegt jetzt bei 176.000. Ob Best Ager oder rüstige Rentner, für alle gilt jedoch: Bleiben sie nicht innerhalb der gesetzlichen Grenzen, werden mehr Steuern fällig oder die Rente wird eingekürzt.

Mit dem Minijob auf der sicheren Seite

Ab der Regelaltersrente mit 65 bzw. 67 Jahren können Senioren so viel dazuverdienen, wie sie wollen. Das durch den Nebenjob erbrachte Einkommen wird nicht mit der Rente verrechnet. Vor dem regulären Renteneintritt dürfen bis zu 450 Euro pro Monat hinzuverdient werden, was dem klassischen Minijob gleich kommt. Zweimal im Jahr dürfen es im Monat bis zu 900 Euro werden, ohne dass der Verdienst zur Rentenkürzung führt.

Einnahmen über dem Grundfreibetrag

Wer im Minijob und damit innerhalb der 450-Euro-Grenze bleibt, muss davon keine Steuern abgeben. Zwei Prozent des Nebenverdienstes gehen direkt über den Arbeitgeber an den Fiskus. Steuern müssen erst dann gezahlt werden, wenn die Summe aus steuerpflichtigem Renteneinkommen und weiteren Einkünften, etwa aus Mieteinnahmen oder Privatvermögen höher ist als der steuerliche Grundfreibetrag. Dieser liegt aktuell bei 8652 Euro für Ledige und bei 17304 für Ehepaare und eingetragene Lebenspartner. Wer die Grenze überzieht, muss eine Steuererklärung machen.

Steuertipps für erwerbstätige Rentner

Und doch gibt es Unterschiede: Alle, die seit 2005 oder schon länger im Ruhestand sind, können 19.000 Euro im Jahr an Bruttorente steuerfrei beziehen. Wer jedoch erst seit 2015 Rente bezieht, darf nur noch 14.500 Euro steuerfrei einnehmen. Zusätzlich besteht immer noch die Möglichkeit, Werbungskosten, außergewöhnliche Belastungen und Sonderausgaben von der Steuer abzusetzen. Weil immer mehr Rentner Steuern zahlen müssen, ist es sinnvoll, wenn sie über bestimmte Steuertipps Bescheid wissen. Denn nichts ist für Senioren mit Zuverdienst wohl ärgerlicher, als wenn das sauer verdiente Geld zu großen Teilen gleich wieder ans Finanzamt geht!

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