So lassen sich Pflegekosten von der Steuer absetzen

(foto) Pflege der Eltern von der Steuer absetzenWenn die Eltern der Pflege bedürfen, stellt dies für die Kinder häufig sowohl eine psychische als auch eine finanzielle Belastung dar. Denn nicht selten sind Erwachsene ihren Elternteilen gegenüber unterhaltspflichtig und müssen zumindest anteilig für deren Pflegekosten aufkommen. Was viele jedoch nicht wissen: Diese Kosten für die Pflege können steuerlich geltend gemacht werden.

Wer die Pflege seiner Eltern bezahlen muss, den unterstützt der Staat mit Steuererleichterungen. Allerdings ist die Höhe der Steuererleichterung – wie so vieles im deutschen Steuerrecht – an bestimmte Bedingungen geknüpft. Nichtsdestotrotz lassen sich mit einigen kleinen Tipps kräftig Steuern sparen.

Kosten für die Pflege steuerlich geltend machen

Alles wird immer teurer: So auch die Pflegekosten für pflegebedürftige Menschen. Das Sozialamt belangt dafür zunehmend die Kinder, die dann für ihre Eltern zahlen müssen. Für viele bedeutet das eine nicht geringe finanzielle Zusatzbelastung, weshalb sie die Möglichkeit nutzen sollten, sich das Geld, was ihnen zusteht, vom Finanzamt zurückzuholen.
In der Tat haben Steuerzahler, welche die Kosten für die Pflege ihrer Eltern tragen müssen, die Option der Steuervergünstigung. Allerdings hängt die Höhe der absetzbaren Kosten von vielen Faktoren ab. So ist relevant, ob die Eltern noch in ihrer eigenen Wohnung, bei den Kindern oder im Heim wohnen. Darüber hinaus entscheiden auch der Grad der Pflegebedürftigkeit sowie die Frage, ob die Steuerzahler selbst für die Pflege der Eltern sorgen.
Staatlich erlaubt ist ein Pflege -Pauschalbetrag in Höhe von jährlich 924 Euro, welchen man von der Steuer absetzen kann. Dieser gilt allerdings nur dann, wenn das Elternteil nicht in einem Heim lebt, es die höchste Pflegestufe 3 oder im Behindertenausweis das Merkzeichen „H“ (für „hilflos“) hat und die Kinder zumindest teilweise an der Pflege des Betroffenen beteiligt sind.

Kosten als außergewöhnliche Belastungen angeben

Absurderweise kann laut Angaben der Frankfurter Allgemeine Zeitung diese Voraussetzungen für den Pflege -Pauschalbetrag noch nicht einmal jeder Fünfte erfüllen. Allerdings gibt es für diejenigen, die diese Pauschale nicht bekommen können, auch andere Optionen. So können sie in der Steuererklärung unter „außergewöhnliche Belastungen“ sämtliche Ausgaben für die Pflege der Eltern angegeben werden.

Pflege im Heim? Kosten dennoch absetzbar

Selbst wenn die Eltern zur Pflege in einem Heim untergebracht sind, können Steuerzahler, die zum Unterhalt verpflichtet sind, einige der Ausgaben vom Finanzamt zurückbekommen. Hierfür gilt die Voraussetzung, dass dem Elternteil, welches der Pflege bedarf, mindestens die Pflegestufe 1 zugeschrieben wird und dass es wegen einer Erkrankung im Pflegeheim lebt. In einem solchen Fall können sowohl die Kosten für das Pflegeheim als auch die Pflege unter dem Punkt „außergewöhnliche Belastungen“ steuerlich geltend gemacht werden.
Wie viel Geld man als unterhaltspflichtiges Kind für die Pflege tatsächlich vom Fiskus zurückerhält, hängt von den Einkünften, dem Familienstand sowie der Anzahl der eigenen Kinder ab.

Für alle, die noch weitere Tipps und Tricks zur Steuererklärung brauchen, hat GELD.de die wichtigsten Informationen zusammengestellt.

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