SPD fordert höhere Süßigkeiten-Steuer

(foto) Werden Süßigkeiten jetzt teurer?Die Deutschen ernähren sich zu ungesund, weshalb sie immer dicker werden und die Anzahl der an Diabetes erkrankten Bundesbürger zunimmt. Die SPD hat sich nun auf die Fahnen geschrieben, dies zu ändern und will die Mehrwertsteuer für Süßigkeiten anheben. Doch die CDU stellt sich dagegen.

Jetzt kommt sie doch – die Steuer auf Schokolade. Was das Blog-Team von Geld.de vor etwa einem Monat noch als Aprilscherz verkaufte, wird jetzt in der Politik wieder heiß diskutiert. So drängt die SPD im Kampf gegen Diabetes auf eine höhere Steuer für die gesundheitsschädlichen Süßigkeiten. Die Union sieht das jedoch als unnötig an.

Steuer für Süßigkeiten auf 19 Prozent

Wie kann man in Deutschland gegen Diabetes vorgehen? Diese Frage beschäftigt die Politik schon seit geraumer Zeit und in regelmäßigen Abständen wird vorgeschlagen, die Steuer für Süßigkeiten und andere stark zuckerhaltige Lebensmittel zu erhöhen. Diesmal ertönt der Ruf nach einer entsprechenden Sonderabgabe aus den Reihen der SPD. Demnach fordert die SPD -Politikerin Elvira Drobinski-Weiß, dass die verminderte Mehrwertsteuer für Süßes sowie zuckerhaltige Getränke von derzeit sieben auf 19 Prozent angehoben wird. Die verbraucherpolitische Sprecherin der SPD -Bundestagsfraktion betonte, dass eine volle Besteuerung von Süßwaren nicht mehr tabu sein dürfte.

Deutsche essen zu viele Süßigkeiten

Die Forderung der SPD -Politikerin beruht auf einem recht alarmierenden Trend, den das Statistische Bundesamt aufgedeckt hat. Demnach ist bereits jeder zweite Bundesbürger zu dick, weil er zu viel Süßes, Salziges oder Fettiges isst. Daraus folgt eine rapide Zunahme ernährungsbedingter Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems sowie Fettsucht und Diabetes.

Die Union sieht im Vorschlag der SPD jedoch nicht den richtigen Weg. So äußerte Franz-Josef Holzenkamp, welcher der Arbeitsgruppe Landwirtschaft und Ernährung der Union-Bundestagsfraktion vorsitzt, gegenüber der „Bild“-Zeitung, dass die Bürger für den Inhalt ihres Kühlschranks allein verantwortlich seien und sich die Politik darin nicht einzumischen habe. Eine Strafsteuer auf vermeintlich ungesunde Süßwaren oder Zutaten wie etwa Zucker werde nicht angestrebt, so Holzenkamp weiter.

Prävention statt Strafe

Eine Strafsteuer ist stets das bevorzugte Instrument, um gegen ungesunde Lebensmittel vorzugehen. Allerdings gibt es auch Ansätze, die sogleich auf eine entsprechende Prävention abzielen. So hat laut Nachrichtenmagazin Focus das Gesundheitsministerium im Herbst des vergangenen Jahres auf das intendierte Präventionsgesetz von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hingewiesen. Das Gesetz sieht verbesserte Gesundheitsangebote in Schulen, Kindertagesstätten, Betrieben sowie Pflegeheimen vor. Darüber hinaus sollen auch die Krankenkassen mehr in die Pflicht genommen werden, indem sie stärker in die Vorsorge investieren.
Aus diesem Grund sieht die CDU die Forderung der SPD als unnötig an, da ein ganzheitlicher Plan verfolgt werde und nicht nur speziell gegen Diabetes vorgegangen werden soll.

Außerdem stellt sich die Frage, wo man mit der Strafsteuer beginnen und wo man aufhören soll. Schließlich sind es nicht nur Süßigkeiten sondern auch fetthaltige und salzhaltige Lebensmittel, die die Gesundheit der Deutschen gefährden können. Darüber hinaus ist auch der zunehmende Bewegungsmangel nicht von der Hand zu weisen. Letztendlich sollte es wohl jedem Bundesbürger selbst überlassen sein, wie er sich ernährt und wie viel Sport er treibt.

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