Unerwartet: Steuerberater ist gefragter Beruf

(Bild) SteuerberaterAuch wenn viele Mathematikmuffel es bezweifeln werden – die Ausbildung zum Steuerberater ist in Deutschland überaus beliebt. Durch ständig wechselnde Gesetzgebung im Bereich der Steuern ist es auch ein krisensicherer, nicht nur gut bezahlter Beruf. Um sich Steuerberater nennen zu dürfen, müssen die Prüflinge jedoch einige schwere Prüfungen bestehen.

Ausbildung zum Steuerberater

Um in die Steuerberatung einzusteigen, gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. Der erste Weg führt über die Ausbildung zum Steuerfachangestellten. Wenn diese erfolgreich abgeschlossen wird, müssen zehn Jahre Berufserfahrung gesammelt werden, um für ein Steuerberaterexamen zugelassen zu werden. Bei einer zwischenzeitlichen Weiterbildung zum Steuerfachwirt verkürzt sich die geforderte Berufserfahrung auf sieben Jahre. Wer über ein Abitur verfügt, wählt den Weg über ein Studium des Wirtschaftsrechts oder der Betriebswirtschaft. Wenn man nach dem Bachelor in das Steuerwesen einsteigt, muss nur drei Jahre Berufserfahrung vorweisen. Durch ein längeres Studium, wie einem Bachelor mit angeschlossenen Master, muss nur zwei Jahre in der Steuerberatung arbeiten. Zudem haben einige Unis und Fachhochschulen im Bereich Steuerwesen besondere Studiengänge eingeführt, die sich speziell mit der Steuerlehre beschäftigen. Auch zahlreiche duale Studiengänge werden mittlerweile angeboten. Auf Lecturio.de finden sich zahlreiche Onlinekurse für die Ausbildung zum Steuerberater.

Das große Ziel – Das Steuerberaterexamen

Die Prüfung zum Steuerberater gehört zu den härtesten Abschlussprüfungen Deutschlands. Im Durchschnitt besteht die Hälfte der angemeldeten Prüflinge das Examen beim ersten Mal. Selbstdisziplin beim Lernen und entsprechende Vorbereitungslehrgänge werden deswegen sehr empfohlen. Der schriftliche Teil des Steuerberaterexamens findet bundesweit immer an gleichen Terminen im Oktober statt. Drei sechsstündige Klausuren warten dabei auf die Kandidaten. Wer diesen Teil besteht, wird im Folgejahr zur mündlichen Prüfung eingeladen. In der 90 Minuten langen Prüfung müssen die Kandidaten Fragen zu allen Bereichen des Steuerwesens beantworten. Die Steuerberaterprüfung gilt als bestanden, wenn der Durchschnitt der Noten der schriftlichen und mündlichen Prüfung mindestens 4,15 ergibt.

Vielversprechende Zukunftsperspektiven

Ob für Privatleute oder Unternehmen – wenn die Steuererklärung fällig wird, ist der Beratungsbedarf groß, denn Deutschland birgt das komplexeste Steuersystem weltweit. Wegen der Globalisierung stehen viele Unternehmen vor der Herausforderung sich nicht nur in den Steueranforderungen ihrer Heimat, sondern sich auch bei zahlreichen steuerlichen Regeln auszukennen. Hier kommen Steuerberater ins Spiel, denn sie können die Firmen entsprechend beraten. Dies bedeutet, dass diese Berufsgruppe niemals überflüssig werden wird. Steuerberater sind jedoch gezwungen, sich stets weiterzubilden und auf dem Laufenden zu bleiben. Nur wer die aktuellsten und außerdem internationalen Regelungen kennt, kann Erfolg versprechende Beratungen anzubieten.

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