Steuerbescheid: Einspruch oft erfolgreich

(foto) Fehlerhafter Steuerbescheid - So holt man sich sein Geld beim Finanzamt zurückWer glaubt, dass der Einspruch gegen den Steuerbescheid ein Kampf gegen Windmühlen ist, der irrt. Denn wie aus einer Statistik des Bundesfinanz-ministeriums hervorgeht, sind Einsprüche beim Finanzamt häufig von Erfolg gekrönt. Mit einem erfolgreichen Einspruch können sich Steuerzahler noch viel Geld zurückholen – und das ganz einfach.

Innerhalb einer gewissen Frist haben Steuerzahler die Möglichkeit, beim Finanzamt Einspruch gegen ihren Steuerbescheid einzulegen. Dass ein solcher Einspruch tatsächlich etwas bringt, offenbaren aktuelle Zahlen des Bundesfinanzministeriums. Demnach waren im vergangenen Jahr 4,23 Millionen Einsprüche beim Finanzamt eingegangen, von denen rund 68 Prozent zu einer späteren Änderung des Bescheids führten. Wer also glaubt, er habe zu viel Steuern gezahlt, der sollte nun aktiv werden.

Wann ist der Einspruch gegen den Steuerbescheid sinnvoll?

Ein Einspruch beim Finanzamt ist dann sinnvoll, wenn Steuerzahler aufgrund von Fehlern hohe Nachzahlungen leisten müssen beziehungsweise ihnen zu geringe Beträge zurückerstattet werden. Dabei können fehlerhafte Informationen verschiedene Ursachen haben. Zum einen ist Irren bekanntlich menschlich und da sich hinter Finanzbeamten ganz normale Menschen verbergen, kommt es durchaus vor, dass diesen bei entsprechenden Berechnungen Fehler unterlaufen. Zum anderen kann es passieren, dass Daten von Seiten der Verbraucher, der Arbeitgeber oder der Krankenkassen inkorrekt übermittelt werden.

Häufig vergessen aber Verbraucher wichtige Angaben oder stellen im Nachhinein eine fehlerhafte Eintragung fest. Auch wenn der Betroffene den Fehler im Steuerbescheid selbst zu verantworten hat, kann er beim Finanzamt Einspruch einlegen und die Informationen korrigieren. Unbedingt erforderlich wird dieser Schritt allerdings, wenn dem Steuerzahler aufgrund einer Falschangabe ein steuerlicher Vorteil zugute kommt, da er andernfalls der Steuerhinterziehung schuldig wird. Anders ist die Sachlage, wenn der Steuervorteil aus einem Fehler des Finanzamtes resultiert. In einem solchen Fall besteht keine Meldepflicht.

Wie viel Zeit bleibt für den Einspruch?

Grundsätzlich gilt für den Einspruch beim Finanzamt eine verbindliche Frist, welche drei Tage nach Poststempeldatum beginnt. Ab diesem Zeitpunkt bleiben dem Steuerzahler vier Wochen, innerhalb derer er den Bescheid offiziell anfechten kann. Endet die Einspruchsfrist an einem Wochenende oder Feiertag, verlängert sie sich automatisch bis zum darauffolgenden Werktag. Sobald die Frist abgelaufen ist, kann der Bescheid nicht mehr abgeändert werden.

Wie wird Einspruch beim Finanzamt eingelegt?

Für den Einspruch gegen einen falschen Steuerbescheid reicht in der Regel ein formloses Schreiben, das entweder per Post oder via Fax ans Finanzamt zu übersenden ist. In diesem sollte dargelegt werden, warum der Steuerzahler den Bescheid anfechtet. Allerdings kann eine Begründung auch nachträglich erfolgen, wenn etwa zum Nachvollziehen der Fehler nicht genug Zeit bleibt.

Fazit: Wem Fehler oder Ungereimtheiten in seinem Steuerbescheid auffallen, sollte unbedingt Einspruch beim Finanzamt einlegen, denn dieser ist nicht nur kostenlos sondern häufig auch erfolgversprechend.

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