Steuererklärung 2015: So schnell arbeitet das Finanzamt

SteuererklärungHaben Sie auch in den vergangenen Tagen Ihre Jahresabrechnung für 2015 erhalten? Dann ist jetzt ein guter Zeitpunkt, mit Ihrer Steuererklärung beginnen. Falls Sie allerdings auf eine Nachzahlung noch in diesem Monat hoffen, müssen wir Sie leider enttäuschen.

Generell ist es sinnvoll, das für viele leidige Thema Steuererklärung so früh wie möglich anzugehen. Anfang des Jahres haben Sie nicht nur noch den besten Überblick über die Ausgaben in 2015 und haben vielleicht die Belege noch zur Hand, es werden auch etliche Rechnungen fällig. Da käme eine Rückzahlung von Steuern gerade recht – am besten noch im Februar. So gut, wie sich diese Rechnung in der Theorie anhört, ist sie in der Praxis leider nicht. Denn im Normalfall bearbeitet das Finanzamt Ihre Steuererklärung erst ab März, selbst wenn Sie die Steuer ganz vorbildlich per Elster übermitteln.

Steuer 2015: Finanzämter sind noch im Ruhemodus

Wer seine Steuererklärung noch in diesem Monat abgeben will und dank der richtigen Tipps und Tricks auf eine rasche Erstattung von Steuern hofft, muss sich noch gedulden. Auch wenn diverse Versicherungen schon das Konto belastet haben und der Stromzähler auch nichts gutes verheißt, ist im Februar nicht mit einer Aufpolsterung des Kontos durch das Finanzamt zu rechnen. Die Steuererklärung 2015 wird im Regelfall erst ab März dieses Jahres bearbeitet. Das hängt einerseits mit den jährlichen Änderungen im deutschen Steuerrecht zusammen, in deren Rahmen die Finanzbehörden auch ihre Software aktualisieren müssen. Andererseits fehlen den zuständigen Ämtern oft noch die entsprechenden Unterlagen, die sie für die Bearbeitung der Steuererklärung benötigen. So hat Ihr Arbeitgeber noch bis zum 29. Februar 2016 Zeit, etwa die Lohnsteuerbescheinigung beim Finanzamt einzureichen. Gleiches gilt für Versicherungen und andere Institutionen. Ohne Informationen wie die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung oder Rentenbezugsmitteilungen kann keine Steuererklärung bearbeitet werden, weshalb sich eine frühe Abgabe nur bedingt lohnt. Ende März kann es werden, bis den Ämtern alle Daten für die Steuer vorliegen, dazu kommen noch mindestens vier Wochen Bearbeitungsdauer.

Nachzahlung: So kommen Sie schneller an Ihr Geld

Auch wenn Sie im Februar noch keine Steuernachzahlung erwarten können, ist nichts gegen eine frühe Abgabe der Steuererklärung einzuwenden. Weil die Finanzämter nach Eingangsdatum arbeiten, ist zumindest ganz oben auf dem Stapel, wer sich frühzeitig um die Steuerklärung kümmert. Nur einen kleinen Vorteil bei der Steuer 2015 bietet dagegen die Übermittlung per Elster. Der Bund der Steuerzahler geht von einer schnelleren Bearbeitung von wenigen Tagen aus. Viel wichtiger ist es, die Steuererklärung bis spätestens Ende April einzureichen, weil im Mai jene Steuerzahler hinzukommen, für die die Abgabe der Steuererklärung verpflichtend ist. Können Sie sich erst zum Ende der Frist hin um die Steuererklärung kümmern, sind Wartezeiten von bis zu drei Monaten keine Seltenheit. Als Lohn winkt jedoch die Nachzahlung von Steuern – im Schnitt erhält jeder Steuerzahler rund 870 Euro vom Finanzamt zurück. Für alle, die den 31. Mai als Stichtag für die Steuererklärung verpassen, kommt die Fristverlängerung ins Spiel. Dazu reicht ein formloses Schreiben an das Finanzamt mit einer kurzen Begründung, warum der Termin nicht eingehalten werden kann und einem neuen Terminvorschlag für die Abgabe. Liegt dieser in nicht allzu ferner Zukunft, stimmen die Behörden einer späteren Abgabe der Steuererklärung in der Regel auch zu.

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