Steuererklärung: Alle Einkünfte angeben

Bei der Steuererklärung müssen alle Einkünfte angegeben werdenDas Bundeszentralamt für Steuern hat einen neuen Datenpool eingeführt, der Einkommen aller Art aufdeckt. Finanzämter können nun besser die Einkünfte der Steuerzahler abgleichen und Steuertrickser entlarven.

Viele Verbraucher fertigen derzeit wieder ihre Steuererklärung an. Bei der Auflistung der Einkünfte sollten sie sich bewusst machen, dass die Finanzämter mittlerweile durch den neuen Datenpool sehr leicht einen elektronischen Abgleich vornehmen können. Wird dabei festgestellt, dass Steuerzahler einen Teil ihres Einkommens nicht geltend gemacht haben, müssen sie im schlimmsten Fall Rückzahlungen an das Finanzamt leisten, die bis auf das Jahr 2005 und länger zurückgehen können.

Alle Einkünfte werden aufgedeckt

In den neuen Datenpool werden neben Einkünften aus Arbeitsverhältnissen auch Lohnersatzleistungen ab einer Höhe von 410 Euro aufgenommen. Wer also im Jahr 2011 Elterngeld erhielt oder aufgrund einer Reha-Behandlung Übergangsgeld oder Krankengeld von der Krankenkasse bezog, muss dies bei der Steuererklärung angeben. Das Gleiche gilt für Bezüge aus Übergangs-, Arbeitslosen- oder auch Insolvenzgeld.

Wer eine Steuererklärung anfertigt, muss darin auch sonstige Nebeneinkünfte, die zusätzlich zum Gehalt oder der Rente erzielt wurden, angeben, wenn diese höher als 410 Euro waren. Auch Abfindungen ab dieser Höhe müssen genannt werden, ebenso wie Gehalt, das mit der Steuerklasse V oder VI besteuert wurde.

Wer muss eine Steuererklärung einreichen?

Grundsätzlich müssen alle Selbstständigen und Freiberufler eine Steuererklärung anfertigen. Arbeitnehmer, die jedoch neben dem normalen Gehalt weitere Einkünfte beziehen, sind ebenfalls in der Pflicht, die Steuererklärung beim Finanzamt einzureichen. Zu diesen Nebeneinkünften gehören die schon erwähnten Lohnersatzleistungen sowie weitere Bezüge.

Außerdem müssen getrennt lebende oder geschiedene Partner, die vom ehemaligen Partner Unterhalt bezogen, diesen als Sonderausgabe absetzen. Wer 2011 einen Freibetrag geltend machte, um weniger Lohnsteuer zu zahlen, ist ebenfalls verpflichtet, die Steuererklärung einzureichen.

Alle Arbeitnehmer, die neben ihrem Gehalt keine Extra-Einkünfte beziehen, müssen keine Steuererklärung einreichen. Allerdings kann sich der Aufwand dafür lohnen, denn Arbeitnehmer können dadurch viel Geld vom Finanzamt zurückholen, laut Experten bis zu 1.000 Euro.

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