Steuererklärung vergessen? So lässt sich die Frist verlängern

(foto) Steuererklärung abgeben - oder doch lieber verlängern?Wer die Steuererklärung für das Jahr 2014 noch nicht gemacht hat, für den wird es langsam ganz schön knapp. Bis zum 1. Juni 2015 muss diese nämlich beim Finanzamt eingegangen sein. Wenn schon jetzt absehbar ist, dass die Steuerklärung bis dahin nicht fertig wird, hilft nur noch eins: eine Fristverlängerung.

Oh nein, die Steuererklärung! Alle Jahre wieder müssen viele zum Stichtag 31. Mai das berühmt berüchtigte Pamphlet beim Finanzamt abgeben. Da die Steuererklärung stets sehr nerven- und zeitaufwendig ist, wird sie gern so weit wie möglich hinausgeschoben – dumm nur, wenn sie dann gänzlich in Vergessenheit gerät. Doch keine Panik: Wer zu spät dran ist, kann beim Finanzamt einen Antrag auf Fristverlängerung stellen.

Wer muss die Steuererklärung bis zum 31. Mai abgeben?

Der kommende Montag gilt nicht für alle Steuerzahler als Stichtag für die Abgabe der Steuererklärung. Schließlich sind nicht alle Arbeitnehmer zur Einreichung einer Steuererklärung beim Finanzamt verpflichtet. In der Abgabepflicht stehen unter anderem diejenigen, welche einen Lohnsteuerfreibetrag vom Finanzamt gewährt bekommen haben. Darüber hinaus müssen Steuerzahler, die im Jahr 2014 eine Lohnersatzleistung wie etwa Eltern- oder Krankengeld bezogen haben, grundsätzlich eine Steuererklärung bis zum 31. Mai abgeben. Da dieses Fälligkeitsdatum 2015 auf einen Sonntag fällt, ist die Abgabe noch bis zum darauffolgenden Werktag möglich.

Steuererklärung: So einfach ist die Fristverlängerung

Sollte ein Steuerzahler den Maitermin für die Steuererklärung nicht einhalten können, genügt es in der Regel, wenn er ein formloses Schreiben mit der Bitte auf Fristverlängerung an das Finanzamt schickt. Uwe Rauhöft, Mitglied des neuen Verbandes der Lohnsteuerhilfevereine (NVL), empfiehlt dabei den Betroffenen, zu begründen, warum eine entsprechende Verlängerung des Abgabetermins nötig ist und zugleich einen neuen Termin vorzuschlagen. Allerdings sollte die neue Abgabefrist nicht allzu weit in die Zukunft verschoben werden, um nicht unverschämt zu wirken. In den meisten Fällen gewährt das Finanzamt problemlos eine Fristverlängerung von drei Monaten. Innerhalb dieses Zeitraums ist die Steuererklärung jedoch unbedingt einzureichen.
Grundsätzlich liegt es im Ermessen der Finanzämter, dem Antrag auf Fristverlängerung stattzugeben. Allerdings wird dem Anliegen des Steuerzahlers zumeist zugestimmt, sofern die Bitte nachvollzogen werden kann, so Rauhöft. Entsprechend nachvollziehbare Gründe seien laut Rauhöft das Fehlen wichtiger Unterlagen für die Steuererklärung sowie ein arbeits- beziehungsweise krankheitsbedingter Verzug.

Freiwillige Steuererklärung hat mehr Zeit

Generell ist jedem Steuerzahler in Deutschland anzuraten, eine Steuererklärung abzugeben, auch wenn er das gar nicht muss. Denn nicht selten bekommen Arbeitnehmer mehrere Hundert Euro vom Finanzamt zurück. Allerdings haben diejenigen, die freiwillig eine Steuererklärung machen, dafür etwas mehr Zeit – nämlich vier Jahre. Folglich muss die Steuererklärung für 2014 erst spätestens am 31. Dezember 2018 beim zuständigen Finanzamt vorliegen.
Wer seine Steuererklärung von einem Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein anfertigen lässt, hat ebenfalls noch etwas länger Zeit. In solchen Fällen wird die Steuererklärung zum 31. Dezember fällig.

Wer seine Steuererklärung noch in aller Ruhe fertigstellen möchte, kann auch einen Blick auf die Tipps und Tricks zur Steuererklärung werfen.

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