Steuerreform: Kleine Entlastungen für Ihre Haushaltskasse

Bild Steuerentlastungen für die Haushaltskasse

Wochenlang hat die Bundesrepublik über eine neue Steuerreform diskutiert. Jetzt ist beschlossen, wie die Bundesbürger für 2017 und 2018 entlastet werden sollen. Ganze 6,3 Milliarden Euro wird die steuerliche Entlastung kosten, die Verbraucher werden jedoch nicht ganz so viel davon im Portemonnaie spüren.

Das Paket der Mini-Entlastungen durch die Bundesregierung für die kommenden zwei Jahre enthält verschiedene einzelne Beschlüsse. Unter anderem sollen der Grundfreibetrag sowie der Kinderfreibetrag steigen, genauso wie das Kindergeld. Doch wie sehen die neuen Entlastungen durch die Bundesregierung konkret aus?

Grundfreibetrag: Mehr Geld für die Haushaltskasse

Der Grundfreibetrag ist die Summe, ab der der Staat Steuern auf Einkommen erheben darf. Für Ledige liegt er aktuell bei 8.652 Euro. Im kommenden Jahr soll er auf 8.820 Euro steigen, 2017 dann auf 9.000 Euro, so die Pläne von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. Für Ehepaare gelten die entsprechenden doppelten Beträge. Von der Entlastung durch den Bund profitieren vor allem Geringverdiener, die sich in 2017 schon 168 Euro mehr erarbeiten dürfen, ohne dass das Finanzamt zulangt.

Kinderfreibetrag: Entlastung für Eltern

Wer Kinder hat, kann den sogenannten Kinderfreibetrag in Anspruch nehmen. Ein bestimmter Betrag des Jahreseinkommens bleibt dann steuerfrei. Immerhin 108 Euro mehr des Einkommens sind pro Kind und Jahr dann steuerfrei. In 2017 bedeutet das 7.356 Euro, im Jahr darauf dann 7.428 Euro. Diese Entlastung kommt vor allem Familien mit höherem Einkommen zugute. Eltern, die weniger verdienen profitieren jedoch auch von der Mini-Steuerreform – durch eine Erhöhung des Kindergeldes.

Kindergeld: Zwei Euro mehr

Erst im Januar gab es zwei Euro mehr Kindergeld, und auch zum Jahreswechsel legt die Bundesregierung noch einmal den gleichen Betrag drauf. Aktuell erhalte Familien für das erste und zweite Kind je 190 Euro, beim dritten Kind sind es dann 196 Euro. Für das vierte und alle weiteren Kinder gibt es jeweils 221 Euro. Wer als Alleinerziehender mindestens 600 Euro und als Ehepaar mindestens 900 Euro verdient, ohne jedoch die Höchsteinkommensgrenze zu übersteigen, kann den sogenannten Kinderzuschlag in Anspruch nehmen. Dieser steigt zum Jahreswechsel von 160 Euro auf 170 Euro im Monat.
Zudem soll der Effekt der kalten Progression ausgeglichen werden, indem einige Steuersätze erst greifen, wenn Arbeitnehmer ein bestimmtes Einkommen erreicht haben.

So viel bringt Ihnen die Mini-Steuerreform

Steuerexperten gehen davon aus, dass Ledige ohne Kinder, immer in Abhängigkeit von ihrem Bruttoeinkommen, zwischen 24 und 145 Euro mehr im Geldbeutel haben. Bei Familien dürfte sich die Entlastungen auch nur geringfügig in der Haushaltskasse bemerkbar machen. Kritik hagelt es deshalb auch von Seiten der Opposition. Grünen-Politikerin Franziska Brantner äußerte bereits ihr Unverständnis über die Maßnahmen der Bundesregierung. Die Mini-Reform gehe längst nicht weit genug und lasse ärmere Familien außen vor. Erhöhungen wie etwa die beim Kindergeld seien Pflichtaufgaben, von denen Familien mit geringem Einkommen aber nicht viel hätten.

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