8 effektive Steuertipps für Rentner Teil 1

(foto) Mehr von der Rente: So können Rentner Steuern sparenDie für das nächste Jahr angekündigte Rentenerhöhung entpuppt sich für zehntausende Rentner in Deutschland als wahre Hiobsbotschaft. Denn nun müssen sie plötzlich Steuern zahlen. Doch GELD.de verrät jetzt, wie Rentner ihre Steuerlast effektiv mindern können.

Rentner dürfen sich im kommenden Jahr auf eine satte Rentenerhöhung einstellen – ein wahrer Grund zur Freude. Doch wie nah Freude und Leid tatsächlich beieinander liegen, offenbart das Bundesfinanzministerium: Etwa 70.000 Rentner müssen nun nämlich zum ersten Mal Steuern zahlen. Aus diesem Anlass heraus erklärt GELD.de, wie Rentner mit den folgenden Steuertipps so wenig Geld wie möglich an den Fiskus abtreten müssen.

Steuertipp 1: Werbungskosten geltend machen

Das Finanzamt zieht vom steuerpflichtigen Anteil der Rente automatisch die sogenannte Werbungskostenpauschale ab. Diese beträgt für das Jahr gerechnet 102 Euro. Rentner haben jedoch die Möglichkeit, noch mehr Werbungskosten nachzuweisen. So erkennt der Fiskus unter anderem etwaige Gewerkschaftsbeiträge, Rechtsberatungs- sowie Prozesskosten, Steuerberatungskosten etwa bei der Erstellung der Steuererklärung oder auch Kontoführungsgebühren, welche bei Rentenüberweisungen entstehen, an.

Steuertipp 2: Spenden von der Steuer absetzen

Viele Rentner zeigen sich in Bezug auf Spenden durchaus großzügig. Warum sollen sie sich das nicht auch bei der Steuererklärung anrechnen lassen? Denn Spenden für kirchliche, wohltätige oder gemeinnützige Zwecke können Rentner als Sonderausgaben geltend machen. Dadurch senken Rentner den Betrag ihrer gesamten Einkünfte um bis zu 20 Prozent. Für Kleinspenden in Höhe von maximal 200 Euro reicht dem Fiskus lediglich ein Überweisungsbeleg. Fällt die Spende etwas größer aus, ist für den Nachweis eine Spendenbescheinigung vonnöten.

Im übrigen wird zwar unter anderem auch für Spenden eine Pauschale von 36 Euro berechnet, allerdings ist darin ebenfalls die Kirchensteuer enthalten. Darüber hinaus sind ebenfalls Beiträge für diverse Versicherungen wie Kranken-, Pflege sowie Haftpflicht- und Unfallversicherung absetzbar. Sachversicherungen können hingegen nicht angerechnet werden.

Steuertipp 3: Unterhalt steuerlich geltend machen

Wer als Rentner seinem Ex-Gatten Unterhalt zahlen muss, hat die Option, bis zu 13.805 Euro zuzüglich der Beiträge, welche für die Pflege- und Krankenversicherung des Empfängers geleistet werden, entsprechend als Sonderausgaben abzusetzen. Die Crux hieran ist allerdings, dass der Ex-Partner dem Sonderausgabenbezug zustimmen muss, da er im Gegenzug den erhaltenen Unterhalt zu versteuern hat. Für den Fall, dass der Ex-Partner dem nicht zustimmt, können solche Zahlungen jedoch bis zu einer Höhe von 8.354 Euro jährlich als außergewöhnliche Belastungen steuerlich geltend gemacht werden.

Für alle Leser, die noch keine Rentner sind und ihre Steuerlast mindern möchten, hat GELD.de bereits einen Katalog an Steuertipps zusammengestellt.

Weitere Steuertipps für Rentner folgen am Freitag im Teil 2.

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