8 effektive Steuertipps für Rentner Teil 2

(foto) Das Leben genießen mit mehr Rente - Keine SteuernDie Freude über die Rentenerhöhung 2016 währte für einige Rentner wohl nicht sehr lange, denn wie sich herausstellt, dürfen viele Rentner ab dem kommenden Jahr wieder Steuern zahlen. Doch mit einigen kleinen Steuertipps lassen sie den Staat leer ausgehen.

Im Grunde war es absehbar, dass es sich der Staat nicht nehmen lässt, bei der für das nächste Jahr prognostizierten Renten-erhöhung kräftig mit zu verdienen. Und die Rechnung wird aufgehen, schließlich werden etwa 70.000 Rentner aufgrund der Rentenerhöhung steuerpflichtig. Wer jedoch der Meinung ist, dass er in seinen Arbeitsjahren bereits genug Steuern gezahlt hat und seine Steuerlast mindern möchte, der sollte die folgenden Steuertipps beherzigen.

Steuertipp 4: Arzneimittel absetzen

Mit zunehmendem Alter häufen sich für gewöhnlich die Krankheiten. In den meisten Fällen werden die Kosten für benötigte Arzneimittel zwar von den Krankenkassen erstattet, ist dies jedoch nicht der Fall, können diese Ausgaben getrost steuerlich geltend gemacht werden. Der Staat erkennt grundsätzlich alle Präparate an, welche der Genesung zuträglich sind. Allerdings sollten Rentner darauf achten, dass rezeptfreie Medikamente zwingend vom Arzt verschrieben sein müssen. Doch selbst so etwas wie Knoblauchkapseln, Bronchialtees oder gar Pflaster kann in der Steuererklärung berücksichtigt werden.

Steuertipp 5: Hilfsmittel steuerlich erfassen

Neben allgemeinen Pauschalen in Höhe von 310 bis 3.700 Euro setzen kranke Rentner beziehungsweise Rentner mit Behinderung auch andere Gegenstände wie Hörgeräte, Pflegemittel, Schuheinlagen, Brillen und Kontaktlinsen von der Steuer ab. Gesunde Rentner, bei denen keine akute Krankheit oder Behinderung vorliegt, können etwa ihr wirbelsäulengerechtes Bett, ihren Treppenlift, den Rollstuhl oder auch orthopädische Stühle steuerlich berücksichtigen, sofern sie ihrer Steuererklärung entweder ein amtsärztliches Attest oder eine Krankenkassenbescheinigung beilegen, welche die medizinische Notwendigkeit der entsprechenden Gegenstände unterstreichen.

Steuertipp 6: Krankenhausaufenthalte berücksichtigen

Auch wenn dies im ersten Moment etwas komisch klingt, aber tatsächlich gelten Kosten, die durch einen Klinikaufenthalt entstehen und nicht von der Krankenkasse erstattet werden, als außergewöhnliche Belastungen. Neben den Arztkosten zählen dazu beispielsweise auch Heilpraktikerhonorare oder gar Trinkgelder für das Personal. Rentner sollten sich hierbei allerdings bewusst sein, dass das Finanzamt nur angemessene Trinkgelder anrechnet. Etwa 20 bis 30 Euro je Aufenthalt sind die Regel. Nachweisen können Rentner entsprechende Trinkgelder per Eigenbeleg.

Steuertipp 7: Umbaukosten geltend machen

Wenn ein Rentner beispielsweise infolge eines Schlaganfalls nicht ohne weiteres dazu imstande ist, in sein Eigenheim zurückzukehren, da dieses nicht behindertengerecht ist, kann er die Kosten für einen etwaigen Umbau ebenfalls anteilig beim Finanzamt geltend machen. Hierbei wird allerdings zunächst ein zumutbarer Eigenanteil abgezogen. Gehen die Kosten über diesen Anteil hinaus, können Rentner den Fiskus beteiligen.

Steuertipp 8: Kosten für Haushaltshilfen absetzen

Häufig sind Rentner nicht mehr dazu in der Lage, Fenster zu putzen oder den Garten zu pflegen. Wer sich für diese Arbeiten von Dienstleistern sowie Handwerkern entlasten lässt, kann sämtliche Lohn-, Fahrt- oder auch Maschinenkosten von der Steuer absetzen. Dabei umfasst die Förderung Haushaltstätigkeiten, Handwerkerleistungen und Minijobs.

Hier geht es zu Teil 1 der Steuertipps für Rentner.

Das könnte Sie noch interessieren:

Tags: , , , , ,

Unsere Autoren

Kommentar schreiben

Service Line

  • Wir beraten Sie gerne persönlich
  • 0800 - 589 589 0