Steuertipps Teil 2: Eltern und Verheiratete

Bild SteuertippsKinder und Hochzeit: Das sind zwei der entscheidendsten Ereignisse im Leben, natürlich auch in steuerlicher Hinsicht. Wer dies außer Acht lässt, zahlt am Ende viel mehr Geld an das Finanzamt als er eigentlich müsste. Dabei gibt es eine Menge kleiner Tricks, mit denen ohne größeren Aufwand die Steuerlast spürbar gesenkt werden kann.

„Wer Kinder hat, verdient die Unterstützung des Staates“, so titelt das Bundesfamilienministerium auf seiner Internetpräsenz. Und in der Tat, der Staat beteiligt sich zumindest zu einem kleinen Teil an den alltäglichen Kosten, die mit Kindern anfallen.

Welche Förderungen gibt es für junge Familien?

Steuerliche Vorteile werden grundsätzlich für minderjährige Kinder gewährt. Im Mittelpunkt steht ganz klar die direkte Hilfe durch das Kindergeld (184 Euro bis 215 Euro). Aber das ist nur der Anfang. Alternativ gibt es noch den Kinderfreibetrag für Betreuung, Erziehung und Ausbildung, der aktuell bei 7.008 Euro liegt. Was günstiger ist, wird vom Fiskus automatisch geprüft. Nicht versteuert werden müssen Mutterschaftsgeld, Erziehungsgeld, Arbeitslosengeld und Elterngeld. Bei letzterem lässt sich durch einen rechtzeitigen Wechsel der Lohnsteuerklasse vor der Geburt deutlich mehr Geld für die Familie herausholen.

Haben die Kinder das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet und sind beide Eltern erwerbstätig, so sind die Kinderbetreuungskosten seit 2012 bis zu zwei Dritteln, jedoch höchstens bis 4.000 Euro, in der Steuererklärung absetzbar. Dazu zählen etwa die Beiträge für Kindergärten, Tagesmütter oder Babysitter. Ebenfalls abgesetzt werden kann das Schuldgeld für eine Privatschule (30 Prozent der Kosten bis zu einem Maximalbetrag von 5.000 Euro).

Auch der Trauschein ist geldwert

Wenn ein Paar unterschiedlich verdient, lohnt sich aus steuerlicher Sicht auch eine Heirat. In diesem Fall kommt der Splitting-Tarif zum Zuge. Danach müssen Eheleute erst Steuern zahlen, wenn die beiden Einkünften zusammen gerechnet 16.008 Euro übersteigen. Für Ledige werden bereits ab 8.004 Euro Abgaben an das Finanzamt fällig.

Einsparmöglichkeiten gibt es für Ehepaare zudem über eine passende Kombination der Steuerklassen. Nach dem Ja-Wort werden Verheiratete automatisch in die Steuerklasse IV eingestuft. Diese lohnt allerdings nur, wenn beide Partner in etwa gleich viel verdienen. Sind die Gehälter unterschiedlich, ist entweder die Kombination aus Steuerklasse III und V oder aus IV und IV mit Faktor ratsamer.

Schließlich genießen Ehepaare auch hinsichtlich Erbschafts- und Schenkungssteuer Vorteile. Denn Erbschaften und Schenkungen sind innerhalb einer Ehe besonders begünstigt. Darüber hinaus haben Verheiratete den mit Abstand höchsten persönlichen Freibetrag.

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