Tipps und Tricks zur Steuererklärung Teil 3

(Bild) Steuerklärung leicht gemachtDie Steuererklärung ist nicht jedermanns Sache. Die meisten gewinnen einfach keinen Zugang in die Komplexität des deutschen Steuersystems. Daher überlassen viele Deutsche ihrem Steuerberater das Geschäft – das scheint durchaus keine schlechte Strategie. Doch können schon einige Kniffe dabei behilflich sein, das Steuer-Zepter auch wieder selbst in die Hand zu nehmen.

Stichwort Fortbildung – weitere Tipps zur Steuererklärung

Man lernt nie aus – dies gilt wohl in ausnahmslos alles Bereichen des Lebens. Doch wer vor allem auf dem beruflichen Zweig Fortbildungen und Weiterqualifizierungen anstrebt, kann sich die entsprechenden Kosten vom Fiskus erstatten lassen.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang tatsächlich die Differenzierung zwischen einer Aus- und einer Fortbildung. Während Arbeitnehmer jegliche Aufwendungen im Rahmen einer beruflichen Fortbildung als Werbungskosten absetzen können, sind Ausbildungskosten Ausgaben für die private Lebensführung, die sich lediglich bis zu 6.000 Euro begrenzt jährlich als Sonderausgaben abziehen lassen. Die Crux an der Sache: Diese Sonderausgaben machen nur dann Steuervergünstigungen möglich, wenn im selben Zeitraum auch ein Einkommen erzielt wird, welches über dem Existenzminimum liegt. Doch diese Grenze erreichen Studenten in der Regel gar nicht, womit die Kosten keine Berücksichtigung finden.
Im Zusammenhang mit Fortbildungen – zu welchen auch Sprachkurse zählen können – lassen sich sämtliche Aufwendungen als Werbungskosten in voller Höhe von der Steuer absetzen. Diese beinhalten beispielsweise die Reisekosten, anfallende Studien- oder Seminargebühren, die Fahrtkosten zur Ausbildungsstätte oder auch die Kosten für Arbeits- und Lernmittel. Auch an dieser Stelle wieder der Hinweis: Alle Quittungen und Belege sollten gesammelt und mit der Steuererklärung beim Finanzamt eingereicht werden.
Als Fortbildungen gelten ebenfalls berufliche Umschulungen, Zweitausbildungen sowie Promotionen, die sich an das Erststudium anschließen.

Steuererklärung: Tipps zu berufsbedingten Erkrankungen

Leider nimmt die Anzahl berufsbedingter Erkrankungen immer mehr zu. In der heutigen Zeit sind es vor allem psychische Probleme, denen sich Arbeitnehmer vermehrt ausgesetzt sehen müssen. Steigender Leistungsdruck, Ängste vor dem Verlust des Arbeitsplatzes oder gar Mobbing führen nicht selten zu psychischen Krankheitsbildern, die entsprechend zu behandeln sind. Die Behandlungskosten, die vom Arbeitnehmer selbst getragen wurden, kann er beim Finanzamt als Werbungskosten geltend machen, sofern er die Erkrankung mit seinem Beruf in Zusammenhang bringen kann. Dazu ist im Regelfall die Einreichung eines vom Amtsarzt ausgestellten Attests beim Finanzamt sinnvoll. Es gibt zahlreiche Fälle, in denen der Bundesfinanzhof schon Aufwendungen als Werbungskosten akzeptiert hat, wenn beispielsweise eine für den Beruf typische Krankheit – so etwa die Staublunge im Bäckergewerbe – vorlag beziehungsweise wenn eine Erkrankung eindeutig mit der Arbeit in direkter Relation stand.

Tatsächlich sind zahlreiche Vergünstigung bei der unliebsamen Steuer möglich. Dazu braucht es lediglich eine vollständige Steuererklärung und der Steuerzahler bekommt seinen Anteil an der halben Milliarde zu viel gezahlter Lohnsteuer wieder zurück.

Hier geht es zum Artikel Tipps und Tricks zur Steuererklärung Teil 1
Hier geht es zum Artikel Tipps und Tricks zur Steuererklärung Teil 2

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