Wann musste man doch gleich die Steuererklärung abgeben?

(foto) 31. Mai - Stichtag für die Steuererklärung„Da war doch noch was!“ – Das wird sich wohl so mancher Arbeitnehmer denken, der seine jährliche Steuererklärung im Kopf schon ad acta gelegt hat. Wenn es ihm dann wieder einfällt, fährt ihm nicht selten kurz der Schreck in die Glieder verbunden mit der Frage, bis wann man denn die Steuererklärung eigentlich abgegeben haben muss. Keine Panik – noch ist genügend Zeit.

Kaum ist das alte Jahr vorbei, müssen Arbeitnehmer schon wieder an die Steuererklärung denken. Zwar lohnt es sich für die meisten, das Pamphlet beim Finanzamt einzureichen, da nicht selten Rückzahlungen aufgrund zu viel gezahlter Steuern zu erwarten sind, trotzdem ist die Steuererklärung langwierig und lästig – und muss zudem auch noch zu einem bestimmten Stichtag abgegeben sein.

Steuererklärung abgeben: Stichtag 31. Mai

Wer eine Steuererklärung abgeben muss, sollte dafür sorgen, dass diese spätestens zum 31. Mai des jeweiligen Folgejahres beim Finanzamt eingeht. Da der 31. Mai jedoch in diesem Jahr ein Sonntag ist, bleibt dem Steuerzahler noch ein ganzer Tag mehr. Das bedeutet also, dass die Steuererklärung für 2014 am Montag, den 1. Juni 2015, beim zuständigen Finanzamt vorliegen muss. Etwas anders verhält es sich, wenn der Arbeitnehmer seine Steuererklärung entweder vom Steuerberater oder vom Lohnsteuerhilfeverein erstellen lässt. Ist dies der Fall, so wird die Frist bis zum 31. Dezember verlängert.

Vier Jahre für die freiwillige Abgabe der Steuererklärung

Steuerzahler, die nicht dazu verpflichtet sind, eine Steuererklärung einzureichen, können diese aber trotzdem abgeben und das sogar rückwirkend bis zu vier Jahren. So kann eine freiwillige Steuererklärung für 2011 bis zum 31. Dezember 2015 beim Finanzamt vorgelegt werden. Ob freiwillig oder nicht – in der Regel ist es stets sehr lohnenswert, eine Steuererklärung zu machen. Insbesondere diejenigen, die in einem Jahr mehr Aufwendungen oder Sonderausgaben hatten, können sich getrost ihre zu viel gezahlten Steuern vom Fiskus zurückholen.

Zeit für die Steuererklärung zu knapp?

Arbeitnehmer, die bereits frühzeitig absehen können, dass sie ihren Stichtag am 31. Mai nicht einhalten können, sollten beim Finanzamt beizeiten einen Antrag auf Fristverlängerung stellen. In diesem Antrag in schriftlicher Form sollte kurz begründet werden, warum eine rechtzeitige Einreichung der Steuererklärung nicht erfolgen kann. Darüber hinaus sollte der Arbeitnehmer in diesem Schreiben mitteilen, bis wann er beabsichtigt, die Erklärung nachzureichen. Offiziell muss das Finanzamt eine solche Fristverlängerung stets erst genehmigen. Jedoch sei es nicht unüblich, dass eine Verlängerung stillschweigend gebilligt würde, heißt es vom Bund der Steuerzahler.

Wer noch etwas Hilfe bei seiner Steuererklärung braucht, für den hat das Team vom Geld.de-Blog in einer dreiteiligen Serie die besten Tipps und Tricks zur Steuererklärung zusammengestellt. So bekommt wirklich jeder seine zu viel gezahlten Steuern wieder zurück.

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