Strom: Privathaushalte zahlen die Zeche

StromzählerStrom wird für den „kleinen Mann“ 2012 um mehr als drei Prozent teurer. Grund ist der Industrie-Bonus, nach dem Stromgroßkunden um eine Milliarde entlastet werden.

Die Großen verbrauchen mehr, die Kleinen zahlen mehr. Wie die „Frankfurter Rundschau“ berichtet, sollen Industrieunternehmen und andere Stromsonderkunden von den Gebühren für Stromnetze befreit werden. Laut dem Blatt würde die Preissteigerung für Strom für Kleinverbraucher, also Privathaushalte und kleine Unternehmen, mehr als drei Prozent betragen.

Im Sommer hat die schwarz-gelbe Regierung mit der Verabschiedung des Energiepakets auch die Stromnetz-Entgeltversordnung geändert. Danach sollen Stromkunden, die mehr als 10 Gigawattstunden im Jahr ohne große Verbrauchsschwankungen benötigen, von der Stromnetzgebühr ausgenommen sein. Dieser Industrie-Bonus muss aber finanziert werden. Wer aber jährlich über 100.000 Kilowattstunden verbraucht, werde nur zu einem kleinen Teil zur Kasse gebeten. Haushalte und Unternehmen mit einem geringeren Verbrauch haben das Nachsehen.

Nach einer Berechnung der Berliner Zeitung bedeutet dies eine Erhöhung der Netzentgelte um 0,75 Cent inklusive Mehrwertsteuer. Die Bundesnetzagentur schätzt, dass die Industrie durch die Änderung 2012 um 1,1 Milliarden Euro entlastet würde.

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