Deutsche hängen am unrentablen Sparbuch

Geschenkpaket mit Hunderter-NotenMan möchte meinen, die Deutschen hätten immer noch Geld zu verschenken. Zu viele sind noch dem klassischen Sparbuch treu, obwohl ein Tagesgeldkonto viel mehr Zinsen bringt.

Das gute, alte Sparbuch ist alles andere als rentabel. Die durchschnittliche Verzinsung liegt unter 1,00 Prozent. Das ist deutlich wenige als viele Tagesgeld-Angebote, die zudem deutlich mehr Flexibilität bieten.

10,6 Milliarden Euro den Banken geschenkt

Die Treue der Sparbuch-Liebhaber kommt sie teuer zu stehen. In einem Zehn-Jahres-Vergleich zwischen Sparbuch und Tagesgeld wurde auf mehr als zehn Milliarden Euro an Zinsen verzichtet. Das geht aus einer Untersuchung des Düsseldorfer Finanzexperten Udo Keßler hervor. Er hat sich den Zeitraum 2002 bis 2011 angeschaut. Innerhalb dieser Jahre habe es auf ein Sparbuch im Schnitt 0,99 Prozent Zinsen gegeben.

Bei einem Anfangsbetrag von 10.000 Euro hätte ein gut verzinstes Tagesgeldkonto in diesem Zeitraum 1.137 Euro mehr gebracht, als wenn es auf einem Sparbuch gelegen hätte.

Vor vier Jahren war der Zinsunterschied zwischen Sparbuch und Tagesgeld am größten. Während ein Sparbuch lediglich 1,07 Prozent Zinsen bedeutet hätte, wären es bei einem Tagesgeldkonto bis zu 3,21 Prozent gewesen.

Besser Tagesgeld

Neben der höheren Verzinsung bietet ein Tagesgeldkonto auch viel mehr Flexibilität. Von heute auf morgen kann ein Tagesgeld-Inhaber an sein Geld ran. Damit ist das „gute, alte“ Sparbuch eher veraltet und längst nicht gut. Wer sich für Tagesgeld entscheidet, sollte auf Sonderkonditionen für Neukunden achten, die für eine bestimmt Zeit gelten. Danach gilt die Verzinsung wie für Bestandskunden.

 

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