Tagesgeld mit Top-Zinsen: Warum hier Gefahren lauern

(foto) Kostenfallen lauern auch beim TagesgeldAngebote für Tagesgeld mit verlockend hohen Zinsen sind derzeit besonders gefragt. Diese können zwar richtig lukrative Rendite bringen, wer allerdings nicht aufpasst, tappt schnell in die Tagesgeld-Falle.

Vor allem das Neukundengeschäft lassen sich die Banken aktuell richtig was kosten. So bieten zahlreiche Institute Top-Zinsen auf ihr Tagesgeld. In den meisten Fällen währt dies jedoch nicht sehr lange und dann haben Sparer das Nachsehen.

Das derzeit beste Tagesgeld

Auf der Suche nach einer lukrativen Form der Geldanlage zieht es viele Sparer immer wieder zum Tagesgeld. Zwar sind die Zinsen hierbei im Durchschnitt nicht besonders üppig, aber es gibt auch durchaus überzeugende Tagesgeld-Angebote. Ein Tagesgeld-Vergleich auf GELD.de für einen Anlagebetrag von 15.000 Euro offenbart, welche Banken momentan das beste Tagesgeld bieten:
Das Tagesgeld mit dem höchsten Zinssatz hat die Volkswagen Bank im Repertoire. Diese gewährt 1,25 Prozent Zinsen auf Anlagebeträge bis 100.000 Euro. Das Tagesgeld-Angebot gilt ausschließlich für Neukunden und die Volkswagen Bank garantiert die Top-Zinsen lediglich für vier Monate.
Ebenfalls 1,25 Prozent Zinsen erhalten Sparer für Tagesgeld bei der Audi Bank direct. Der Zinssatz gilt für Beträge bis 100.000 Euro und eine Zinsgarantie wird ebenfalls nur für vier Monate gewährt.
Immerhin noch 1,11 Prozent Zinsen zahlt die Wüstenrot Bank für ihr Tagesgeld – allerdings nur für einen Anlagebetrag bis 20.000 Euro. Doch genauso wie bei den bereits vorgestellten Tagesgeld-Offerten garantiert die Wüstenrot Bank diese Zinsen nur für einen viermonatigen Zeitraum.

Tagesgeld: Von Top zu Flop

Die oben genannten Angebote machen das Problem beim Tagesgeld recht gut deutlich. So gibt es in den meisten Fällen die Top-Zinsen aufs Tagesgeld nur für eine gewisse Zeit. Danach sinkt der Zins nicht selten gerade einmal auf knapp über die Null-Prozent-Marke. Sparer also, die nach Ablauf der viermonatigen Frist nicht erneut zum lukrativeren Tagesgeld-Angebot wechseln, fallen von einem überdurchschnittlichen Zinssatz auf ein merklich unterdurchschnittliches Zinsniveau zurück. Dies sorgt dafür, dass die potentiell mögliche Rendite beim Tagesgeld nach sechs bis zwölf Monaten im schlimmsten Fall extrem abrutscht. Deshalb sollten Tagesgeld-Anleger stets die Zinsbedingungen im Blick haben und sobald das Angebot unrentabel wird, zu einer anderen Bank wechseln.

Einige Sparer können vom Top-Tagesgeld profitieren

Eben genau die Wechselwilligen sind es, für die sich solche Top-Zinsen fürs Tagesgeld richtig lohnen. Denn diese sogenannten Kontohopper transferieren ihr Geld immer zu jeweils der Bank, die gerade die besten Tagesgeld-Konditionen bietet. Solche extrem wechselwilligen Anleger müssen stets einen Überblick über die Tagesgeld-Angebote haben und zudem benötigen sie viel Disziplin. Auf Dauer kann das regelmäßige Kontohopping von einer Bank zur nächsten sehr anstrengend und nervenaufreibend sein. Wer allerdings geschickt damit umzugehen weiß, wird mit einer lukrativen Rendite auf sein Tagesgeld belohnt.

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Eine Antwort zu “Tagesgeld mit Top-Zinsen: Warum hier Gefahren lauern”

  1. Michael Katzmann sagt:

    Schöner Artikel!

    Ich bin selber ein typischer Tagesgeldhopser und das kann wirklich anstrengend werden.

    Um ehrlich zu sein lohnt sich diese Strategie erst mit einer gewissen Masse…für den der mit 2-3 Tausend hantiert, lohnt sich der Aufwand nicht wirklich. Besonders im heutigen Zinsumfeld.

    Super finde ich auch, wie hier auch vor sogenannten Lockangeboten gewarnt wird. Oft verbirgt sich hinter einem tollen Angebot auch hohe Kosten…leider!

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