Tagesgeld: Das geilere Girokonto

(Bild) TagesgeldVerzinstes Sparguthaben, Sicherheit und dennoch Flexibilität – Das Tagesgeldkonto stand einst hoch im Kurs, doch seit die Zinsen unterhalb der Teuerungsrate liegen, springen viele Kunden ab. Nur wer weiter denkt, bleibt der idealen Geldanlage für Kleinbeträge treu.

Im Grunde ist Tagesgeld das geilere Girokonto. Auf ein kostenloses Konto lässt sich eine beliebige Summe Geld einzahlen, die dann monatlich oder anderweitig verzinst wird. Die Zinserträge werden dem Konto hinzugezählt und erneut verzinst. Tagesgeld ist also ein Festgeld mit Zinseszins. Der große Vorteil dabei ist, dass man zu jeder Zeit Geld einzahlen oder abheben kann, eben genau wie beim Girokonto, welches zumeist als Referenzkonto dient. Von ihm gehen die Ein- und Auszahlungen aus. Man ist beim Tagesgeld jedoch an keine Laufzeiten gebunden.

Tagesgeld im Sinkflug

Vor einigen Jahren warf das Tagesgeld hohe Zinsen von bis zu 2,5 Prozent ab, doch inzwischen, 2013, leidet auch diese Geldanlage unter den Niedrigzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB). Dass ist der Grund, warum die Zinsen momentan maximal zwischen 1 und 1,5 Prozent liegen. Mit früheren Zeiten lässt sich das nicht vergleichen und bei einer Teuerungsrate von 1,9 sind die Zinsen zu niedrig, um das Vermögen gewinnbringend anzulegen. Viele Kunden wenden sich deshalb von ihrem Tagesgeld ab oder ziehen nicht weiter in Erwägung, eines der kostenlosen Tagesgeldkonten zu eröffnen.

Stärken des Tagesgeld

Für alle Sparer aber, ist das Tagesgeld weiterhin sinnvoll. Liegen 1.000 Euro auf der hohen Kante, verlieren diese regelmäßig 1,9 Prozent p.a. (19 €) ihrer Kaufkraft, auch wenn der faktische Geldbetrag konstant bleibt. Diese kalte Enteignung kann man mit dem Tagesgeldkonto zumindest noch ausbremsen, auf bis zu 0,4 Prozent. So kann der Wert des Vermögens erhalten werden, ohne es investieren zu müssen, ohne spekulieren zu müssen. Deshalb ist das Tagesgeld immer noch sinnvoll. Hinzu tritt der Zinseszinseffekt, der das Vermögen wachsen lässt, sodass auch der Zinsertrag zunimmt. Wer ein Tagesgeldkonto mit 5.000 Euro eröffnet, der bekommt so im ersten Monat bereits bis zu 75 Euro raus, falls monatlich verzinst wird. Die Geldanlage wirft also in einem Monat immerhin noch eine Rendite ab, die viele als Tageslohn erhalten: Ein bezahlter Arbeitstag pro Monat.

Tagesgeld Anbieter

Wer sich entschließt, das Tagesgeld zu testen, der sollte es aber unbedingt bei einer Bank eröffnen, die einen möglichst hohen Zinssatz anbietet. Derzeit sind 1,5 Prozent ein sehr gutes Angebot. Die Bank kann diese Zinsen aber auch jederzeit wieder anpassen, sowohl nach unten, als auch wieder nach oben. Eine Zinsfestschreibung ist daher sinnvoll, sei es nur für einige Wochen. Im Zweifelsfall überweist man sich das Geld einfach wieder auf das Girokonto und zahlt es aus. Das Tagesgeldkonto ohne Mindesteinlage kann auch leer kostenlos geführt werden. Der Weg über das Girokonto als Referenzkonto ist nötig, da die meisten Tagesgeldkonten online abgewickelt werden. Auch das Tagesgeld ist vornehmlich ein Angebot der Direktbank, als der Filialbank. Selbst große Institute wie die Commerzbank oder die Sparkasse haben meist nur deutlich geringere Angebote. Die Bank mit den besten Zinsen aufs Tagesgeld findet man aber praktischer Weise ebenfalls über das Internet. Dort kann man dann auch direkt das Tagesgeldkonto eröffnen, wenn man möchte. Auf folgende Konditionen des Tagesgeld sollte dabei geachtet werden, um erfolgreich zu sparen:

  • Zinseszinseffekt
  • Zinsfestschreibung
  • monatliche Verzinsung
  • möglichst ca. 1,5 % Zinsen
  • keine Kontoführungsgebühren
  • keine Mindesteinlage
  • keine oder vertretbare Höchsteinlage
  • Tägliche Verfügbarkeit
  • Kontakt zur Direktbank möglich

 

Tagesgeld im Vergleich

Aktuelle Beispiele für Anbieter zum Tagesgeld: Moneyou bietet 1,45 Prozent ohne Mindesteinlage, also ab dem ersten Euro. Einlagensicher ist ein Sparguthaben bis zu 100.000 Euro. Die maximale Einlage ist jedoch auf eine Million begrenzt. Schwäche: Der Zinseszins ist alle drei Monate fällig. Dafür bietet Moneyou allerdings eine Mobile App zum Konto und für alle Kunden herrscht Gleichbehandlung.

Berühmt für ihr Tagesgeld ist aber die Bank of Scotland, die einst traumhafte Zinsen bot. Nun ergeht es ihr wie vielen Banken unter der Last der europäischen Niedrigzinspolitik. Dennoch gibt es 1,4 Prozent. Besonders reizvoll ist zudem die Garantie, stets über dem Leitzins der EZB zu liegen. Verzinst wird ab dem ersten Euro, bei täglicher Verfügbarkeit.

Eine hundertprozentige Einlagensicherung bietet hingen die ING DiBa, die mit 1,5 Prozent ebenfalls eines der derzeit besten Zinsangebote macht. Die Zinsgutschrift erfolgt allerdings nur jährlich. Mit 10.000 Euro auf vier Monate erhält man somit 50 Euro. Einen eignen Tagesgeld Vergleich sowie anderes Festgeld testen kann man tagesaktuell auf Geld.de.

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