Wie sicher ist das Tagesgeld

Bild Anlageform TagesgeldDas Tagesgeldkonto ist neben dem Girokonto eine häufig genutzte Geldanlageform. Doch wie sicher ist das Geld dabei eigentlich und welches Bankinstitut bietet eine höhere Sicherheit für das private Ersparte? Wir informieren über die Rahmenbedingungen des Tagesgeldkontos und geben Tipps für die Wahl des richtigen Anbieters.

Einlagensicherung beim Tagesgeldkonto

Das Tagesgeldkonto ist ein Anlagenkonto zum aktuellen Tagesgeldzins für private Sparer. Das Konto ist zwar täglich verfügbar, doch Transaktionen, wie Überweisungen oder das Abheben von Geldbeträgen an Bankautomaten, sind in der Regel nicht möglich. Für viele sind Tagesgeldkonten attraktiv, weil sie kostenfrei sind. Der einzige nennenswerte Nachteil liegt darin, dass die Zinsen vom Bankinstitut jederzeit neu bestimmt, also auch verringert, werden können.

Gesichert wird das Geld auf mehreren Ebenen. Innerhalb der EU ist eine Absicherung von 100 % der Einlagensumme, maximal jedoch 100.000 Euro, pro Konto festgelegt. Im Fall, dass eine Bank insolvent geht, muss das sich auf dem Konto befindliche Geld spätestens nach 20 Tagen zurückgezahlt werden. Abweichungen von dieser Regelung können durch die zusätzlichen national festgelegten Einlagensicherungen entstehen. In Deutschland sind die Sicherungsregeln im § 1807 BGB festgeschrieben. Die Geldsummen werden durch Fonds sichergestellt. Alternativen zum Tagesgeldkonto mit ähnlichen Sicherheiten gibt es nicht viele. Aktien, Unternehmensanleihen oder Sparbriefe können allerdings unter Umständen ähnlich zielführend sein.

Banken versprechen unterschiedlich hohe Sicherheiten

In jedem Fall empfiehlt es sich, vor dem Abschluss eines Tagesgeldkontos, verschiedene Anbieter zu vergleichen. Die Angebote unterschieden sich in der Regel in der Mindestanlage sowie durch die abgesicherte Höchstsumme. Die meisten deutschen Banken halten an der EU-Vorgabe fest. So besteht die gesetzliche deutsche Einlagensicherung des Bundesverbands deutscher Banken aus einer Summe von 100.000 Euro. Hinzu kommen 30 Prozent des für die Einlagensicherung maßgeblich haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank.

Genauso ist es bei der deutschen Autobank, Bank11. Sie verlangt keine Mindestanlage, bietet einen effektiver Jahreszins von ca. 2,00 Prozent und überzeugt mit einer guten Kundenzufriedenheit. Man kann allerdings auch bei ausländischen Banken ein Tagesgeldkonto eröffnen. Hier wäre beispielsweise die Bank of Scotland zu nennen. Die Einlagensicherung setzt sich aus britischen und deutschen Fonds zusammen. Daher kann die Bank einen abgesicherten Betrag von bis zu 250.000 Euro versprechen. Bemerkenswert ist die abgesicherte Summe der türkischen Universalbank, Ziraat Bank. Bei einem effektiven Jahreszins von etwa 2,00 Prozent können hier Millionenbeträge sicher angelegt werden. Die maximale Entschädigungssumme im Falle einer Insolvenz beträgt 42.780.000 Euro.

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