Achtung Glatteis: Gesetzlicher Unfallschutz reicht nicht immer

Glatteis Unfälle vorbeugenAuch wenn vielerorts die Temperaturen wieder ansteigen, beginnt der astronomische Frühling erst am 19. März 2017. Je nach Wetterlage und Region kann es jedoch auch darüber hinaus zu Glatteiswarnungen kommen. Alle Verbraucher, die einen Glatteisunfall absichern möchten, sollten wissen: Der gesetzliche Unfallschutz reicht nicht immer aus.

Nichtselbständige Arbeitnehmer sind regulär über die gesetzliche Unfallversicherung geschützt, deren sozialversicherungspflichtige Beiträge allein vom Arbeitgeber gezahlt werden. Dabei beschränkt sich der Unfallversicherungsschutz nur auf berufsbedingte Krankheiten, Gesundheitsgefahren und Arbeitsunfälle, die auf Arbeit bzw. auf dem Arbeitsweg erfolgen. Sofern eine arbeitsbedingte Erkrankung oder Verletzung eintritt, übernimmt die Berufsgenossenschaft die notwendigen Sozialleistungen in Form von Geldzahlungen (z. B. Verletztenrente und Verletztengeld) sowie Kranken- und Pflegebehandlungen. Unfälle in der Freizeit sind grundsätzlich nicht mitversichert. Dies gilt für alle Unfälle im privaten Lebensbereich, sei es im Haushalt, beim Sport oder im Straßenverkehr.

Da die Unfallgefahr aufgrund von Schnee und Glätte in den Wintermonaten besonders hoch ist, steigt die Bedeutung der privaten Unfallversicherung. Diese schützt Verbraucher unabhängig davon, ob sie über die gesetzliche Unfallversicherung geschützt sind. Im Fall des Falles erhält der Verbraucher eine einheitlich festgelegte Geldleistung, die sich u. a. am Grad seiner Beeinträchtigung bemisst. Als Zusatzleistung kann eine monatliche private Unfallrente vereinbart werden, die eine günstige Alternative bei Ablehnung einer Berufsunfähigkeitsversicherung darstellt. Todesfallleistungen und die Zahlung von Krankenhaustagegeld sind optional. Letztlich entscheidet der Verbraucher selbst, welches Risiko er versichern möchte und ob ihm der gesetzliche Unfallschutz reicht. Doch eines ist sicher: Der Winter ist nicht nur kalt, sondern auch glatt.

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