Unfallgefahr Pokémon Go: So riskant ist das neue Handyspiel

Bild Unfall durch Pokémon Go möglichSind Ihnen seit der vergangenen Woche auch zunehmend Menschen auf der Straße begegnet, die gebannt auf ihr Handy starren? Dann haben Sie die ersten Spieler von „Pokémon Go“ gesehen, dem neuesten Hype fürs Smartphone. Doch das Spiel birgt auch Gefahren.

Neuer Hype fürs Handy

Das Handyspiel „Pokémon Go“ ist derzeit in aller Munde und überall sieht man Menschen, die sich die kostenlose App heruntergeladen haben und auf der Straße Monster einfangen. Seit dem 13. Juli können auch die Deutschen den kleinen Figuren hinterherjagen – mit ihrem eigenen Smartphone. Mit der Idee, die Pokémon in die Realität zu holen, hat Nintendo einen echten Coup gelandet. Dabei nutzt die App die GPS-Funktion und das Kartenmaterial des Smartphones und blendet bei aktivierter Kamera Monster-Figuren und Sammelstationen auf dem Bildschirm ein. Das alles ist zunächst einmal ganz lustig, doch so mancher Pokémon Go Spieler wird zum Risiko für andere, etwa wenn er urplötzlich stehenbleibt, oder während der Fahrt abrupt wendet, nur um ein paar Monster einzufangen.

Riskante Monsterjagd

So warnt der ADAC bereits vor Unfällen, weil die Fokussierung aufs Handy unweigerlich dazu führt, dass Nutzer der neuen App alles andere aus dem Blickfeld verlieren. Spieler könnten etwa spontan eine Straße überqueren, ohne auf den Verkehr zu achten. Weltweit kam es bereits zu Unglücksfällen, teils mit verheerenden Folgen. Witzig ist da noch der Sturz in den Teich eines Spielers, der diesen anschließen auf YouTube veröffentlichte. Es sind jedoch auch schon Autofahrer mit ihrem Wagen gegen Bäume und andere Verkehrsteilnehmer gekracht, weil sie gerade dabei waren, ein Monster einzufangen. Doch wer haftet, wenn es zu Unfällen aufgrund unachtsamer Gamer kommt?

Wer haftet beim Unfall?

Verursachen Pokémon-Go-Spieler einen Unfall, leistet grundsätzlich erst einmal die Versicherung, die auch im Normalfall greifen würde, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilt. Wer während des Spielens etwa einen Gegenstand beschädigt, sollte über eine private Haftpflichtversicherung verfügen, denn diese zahlt im Schadensfall für Reparatur oder Ersatz. Die Haftpflicht greift aber nicht, wenn dem Verursacher des Schadens ein Vorsatz nachgewiesen werden kann. Etwas heikler wird es schon, wenn Pokémon-Go-spielende Fußgänger einen Unfall mit einem Auto provozieren. Zwar haftet grundsätzlich die Kfz-Haftpflichtversicherung des Autofahrers, wenn Passanten bei einem Unfall verletzt werden. Sind Spieler jedoch zu vertieft, kann ihnen auch eine Mitschuld angelastet werden. Im konkreten Einzelfall müssten jedoch die Umstände individuell beurteilt werden, so der GDV. Als Sicherungsnetz kann für Fußgänger hier auch die private Unfallversicherung dienen, die Unfälle in der Freizeit absichern. Gerade wenn sich aus dem Unfall langfristige gesundheitliche Einschränkungen ergeben, kann die private Unfallversicherung vor einem finanziellen Fiasko bewahren. Wer dagegen nur gesetzlich unfallversichert ist, ist lediglich auf dem Weg von und zur Arbeit geschützt.

Hier sehen Sie, wie ein Pokémon-Go-Spieler in einen Teich fällt:


Quelle: YouTube/Gragas The Rabble Rouser

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