Unfallschutz: Garten winterfest machen – aber sicher

Bild Garten winterfest machen

Die kalte Jahreszeit beginnt und mit ihr kommen auf Gartenbesitzer etliche Aufgaben zu. Jetzt gilt es, den Garten winterfest zu machen. Doch auch sich selbst sollte man bei all der Schufterei nicht vergessen. Denn allzu oft passieren folgenschwere Unfälle im Garten.

Etwa 200.000 Gartenunfälle jährlich werden durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz registriert, wobei es nicht nur der klassische Sturz von der Leiter ist, der Gärtner in die Bredouille bringt. Denn wer seinen Garten vor Winterschäden bewahren will, findet oft vielfältige Wege, auch sich selbst einen Schaden zuzufügen. Gerade der Umgang mit spitzen oder scharfen Gegenständen, wie Gartenscheren, Hacken, Schaufeln oder Sägen, ob motorisiert oder nicht, kann gefährlich sein. Fast 50 Prozent der Unfälle im Garten werden durch solcherlei Geräte ausgelöst. Danach folgen die Stürze von kleinen und großen Leitern.

Gartenunfälle: Kein gesetzlicher Unfallschutz

Ein Gartenunfall kann, gerade durch die massive Einwirkung von Gegenständen auf den Körper, schwere Folgen nach sich ziehen – gesundheitlich wie finanziell. Weil das Hobbygärtnern jedoch in die Kategorie der Freizeitaktivitäten fällt, leistet die gesetzliche Unfallversicherung hier keinen Cent. Nur die private Unfallversicherung greift in solchen Fällen und mildert zumindest die finanziellen Folgen eines Gartenunfalls ab. Die gesetzliche Unfallversicherung haftet nur, wen Unfälle auf dem Weg zur oder von der Arbeit passieren. Unfälle in der Freizeit, wie etwa beim Gärtnern, sind damit ausgeschlossen.

Sicherheit bei der Gartenarbeit

Wer seinen Garten winterfest machen will, sollte einige Punkte beachten, um kleine und große Unfälle möglichst zu vermeiden. Denn gerade bei schlechter Witterung entstehen einige Situationen, die zum Unfall führen können. Diese Checkliste hilft Ihnen, sich im Garten sicher zu bewegen:

1. Alles ganz?
Ob Leitern, Hacken oder Scheren – alle Gartengeräte sollten schadlos sein, um keine Unfälle zu provozieren. Morsche Sprossen einer Leiter brechen bei Belastung, eine Hacke mit loser Spitze wird schnell zum gefährlichen Wurfgeschoss.

2. Bitte gut festhalten
Wenn Sie zum Herbst Bäume verschneiden oder die Gartenlaube winterfest machen, sollte die genutzte Leiter unbedingt auf festem Grund stehen. Bei schlechter Witterung weichen Erdböden leicht auf, da hilft eine Bodentraverse, um den Stand zu festigen. Wer eine alte Bodenplatte hat, kann auch diese unter die Leiter legen.

3. Die Kleidung macht‘s
Auch im Garten gilt, dass Kleidung die Arbeit leichter machen kann. Dabei geht es nicht nur um wettergerechte Jacken und Hosen, sondern vor allem um rutschfeste Schuhe, Handschuhe, schützende Kopfbedeckungen und, falls nötig, Schutzbrillen.

4. Sorgfalt walten lassen
Vor dem Winter ist aufräumen Pflicht. Nicht nur, um Arbeitsgeräte vor Nässe und Frost zu schützen, sollten sie in der kalten Jahreszeit sicher aufbewahrt werden. Laub und Schnee können Nägel oder Werkzeuge verdecken und so zur Gefahr werden lassen. Auch wer seinen Häcksler nur einmal im Jahr benutzt, sollte sich über dessen Funktionsweise vor der Nutzung belesen.

5. Vorbereitet sein
Gerade im Schrebergarten oder auf abgelegenen Grundstücken sollte ein Erste-Hilfe-Koffer vorhanden sein, der im Notfall auch gut erreichbar ist. Bei kleineren Verletzungen können sich Hobbygärtner so schnell selbst versorgen.

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